Dudenhofen
Fußball: FVD erwartet Diefflen
Die Frage nach der Stimmung im Bus auf der Heimfahrt erübrigt sich. „Exzellent“, beschreibt sie der Sportliche Leiter Florian Kober. Doch sah es gar nicht nach einem dreifachen Punktgewinn aus. Nachdem Kevin Hoffmann aufgrund einer Gelb-Roten Karte nach 50 Minuten aus dem Spiel ausschied, erledigte der FVD eine Herkulesaufgabe.
„Ziel war es, den Punkt über die Linie zu bringen“, so Kober. Die Rechnung machte er ohne Innenverteidiger Simon Bundenthal. Er köpfte den FVD in der Nachspielzeit zu den drei Zählern. „Dass wir bei Standards immer gefährlich sein können, ist klar“, berichtet Kober. Mit dem Dreier bleibt Dudenhofen an Tabellenführer FC Hertha Wiesbach dran.
151 Treffer
Dass Kober beim Gespräch über den kommenden Gegner FV Diefflen sofort Fabian Poß (27) und Chris-Peter Haase (33) anspricht, verwundert wenig. Poß, spielender Co-Trainer und seit 2015 bei Diefflen, hat 75 Oberliga-Tore auf dem Konto. Haase, seit 2012 dabei, beansprucht 76 Treffer für sich. Eine „überragende Offensivqualität“ bescheinigt Kober.
Neben der Abkürzung FVD haben die beiden Vereine noch eines gemeinsam: Die Kontinuität. Trainer Thomas Hofer (39) betreut Diefflen seit zehn Jahren als Coach. Sechs Jahre spielen sie nun schon in der Oberliga. Besonders an das erste Aufeinandertreffen in Dudenhofen (0:6) erinnert sich Kober: „Wir sind ganz böse unter die Räder gekommen.“
Damit das diesmal nicht passiert, braucht Trainer Litzel einen Ersatz für den gesperrten Hoffmann. Gegen Jägersburg brachte er Pascal Thiede ins Spiel, dessen Einsatz gegen Diefflen allerdings fraglich ist. Florian Fritzsche fällt ebenfalls weg. Er steht dem FVD ab sofort wegen beruflicher und privater Gründe nicht mehr zur Verfügung.
Richtungsweisend
So bleibt möglicherweise Co-Trainer Timo Enzenhofer, der die Position schon begleitete, übrig vor den richtungsweisenden Partien. Wiesbach (Mittwoch), Wormatia Worms (Samstag nächste Woche), Derby bei Arminia Ludwigshafen (Freitag darauf). Der Sportliche Leiter: „Wir werden jetzt sehen, inwiefern wir uns oben festsetzen können.“
„Wir sammeln weiterhin Punkte gegen die Abstiegsrunde Diese zu vermeiden, bleibt das klare Ziel“, so Kober. Denn erst jetzt kommen die „Qualitätsmannschaften“ in der Liga. Bisher sei die Elf auf Gegner getroffen, die „in der Tabelle hinter uns oder in unserer Nähe stehen“, sagt Kober, der auch Diefflen stärker einschätzt, als es die Tabelle zeigt.
Bei der letzten Niederlage gegen die TSG Pfeddersheim war die Hofer-Elf die klar bessere Mannschaft, verlor am Ende in der 97. Minute durch einen Elfmeter das Spiel. Die zweistündige Heimreise wollen die Gäste sicherlich nicht ohne zählbares in der Tasche antreten.