Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Paradies für Aquarianer: Fische und Echsen aus aller Welt in der Schützenstraße

Dieter Scheler in seinem Fachgeschäft Te-A-Te; hier beim Versorgen exotischer Fische.
Dieter Scheler in seinem Fachgeschäft Te-A-Te; hier beim Versorgen exotischer Fische.

Die „Blaue Monstergarnele“ heißt tatsächlich so, ist aber nicht sehr bedrohlich – das etwa fünf Zentimeter große Exemplar sitzt friedlich in seinem Becken – bei „Te-A-Te“ (Teichbau – Aquaristik – Terraristik) in der Schützenstraße. Dort sieht man Fische aus aller Welt.

Ihre Namen klingen so exotisch wie die Regionen, aus denen sie kommen: „Goldringelgrundel“, „Fünfgürtelbarbe“ oder „Trauermantelsalmler“. In den unterschiedlichsten Farben und Formen schwimmen sie in den großen Aquarienblöcken, die nach den Herkunftsregionen beschriftet sind wie Mittel- und Südamerika oder Asien. Die Fische kommen aus Zuchtbetrieben, werden also nicht im Meer gefangen. Und wer es einheimisch mag: Goldfische sind während der Sommerzeit ebenfalls im Angebot von „Te-A-Te“.

Mit dem Fachgeschäft machte Dieter Scheler sein Hobby zum Beruf. Als begeisterter Aquarianer eröffnete er 1992 einen Laden in der Schäferstraße unter dem Parkhaus. Seit 2002 führt er Te-A-Te in der Schützenstraße zusammen mit Heidi Seemann. Zu Beginn lag der Schwerpunkt auf dem Teichbau, der auch heute noch Bestandteil des Angebots ist, die Beratung vor Ort zu Größe, Bepflanzung, Pumpen und Filtern.

Scheler macht den Teich im Frühjahr für die Sommersaison fit und legt ihn dann im Herbst wieder still. Ein Tipp des Profis: Fische fahren ihren Stoffwechsel im Winter herunter, müssen also nicht gefüttert werden. Wichtig ist es aber, den Teich an einer Stelle eisfrei zu halten, damit Faulgase abziehen können.

14 Tage Probelauf

Neben dem Teichbau wurde 2005 dann das Angebot erweitert um Verkauf und Beratung bei Aquarien und Terrarien. Die Stammkunden bleiben dem Geschäft treu, auch in der nächsten Generation führen viele das Hobby der Eltern oder Großeltern weiter, erklärt Scheler.

Wie beim Teichbau ist auch bei der Aquaristik Beratung und Begleitung wichtig. Beckengröße und Filter müssen zueinander und zu den Bewohnern passen. Welche Fische sind geeignet? Wie viel Platz brauchen sie und fressen sie sich gegenseitig auf? Das sind die Grundlagen. Denn Becken anschaffen, mit Wasser füllen und Fische einsetzen – so einfach ist das nicht. „Ein neues Aquarium muss erst einmal 14 Tage lang laufen“, erklärt Dieter Scheler. Dann werde eine Wasserprobe genommen und analysiert. Acht Tage, nachdem die ersten Fische eingezogen sind, folgt dann eine weitere Probe. Dabei ist wichtig, dass der Filter das für Fische giftige Nitrit aus ihren Ausscheidungen zu Nitrat umsetzt.

Das Zubehörangebot füllt mehrere Regalreihen: Filter, Pumpen, Beleuchtung, Wasserpflanzen, Kies in den unterschiedlichsten Farben und Körnungen, Dekoartikel. Bei Pumpen und Beleuchtung werde mittlerweile Wert auf Energiesparen gelegt, die modernen Geräte haben einen wesentlich geringeren Energieverbrauch als früher. Auch beim Fischfutter kann man je nach Bedarf wählen zwischen Tabletten, Pellets, Gel oder Flocken. Und wenn das Wasser mal nicht die erforderliche Qualität hat, schafft ein Entgiftungsmittel Abhilfe.

Gesetzliche Vorgaben für kleine Drachen

In der Terraristik-Abteilung sieht man kleine Drachen wie den Bartagam. Er ist am ganzen Körper mit Stacheln bewehrt, die sich bei Gefahr aufstellen. Die Kragenechse daneben ist gut getarnt und ihre Hautfarbe und -struktur verschwimmt mit dem Ast, auf dem sie sitzt. Echsen brauchen die für sie geeignete Terrariumsgröße und das richtige Klima – trocken wie in der Wüste oder feucht wie im Regenwald.

Für Verkauf und Haltung von Reptilien gibt es gesetzliche Vorgaben. Der Verkäufer muss einen Sachkundenachweis vorweisen und ist verpflichtet, bei artgeschützten Tieren die Adressen der Käufer zu dokumentieren. Diese wiederum müssen die Tiere anmelden. Die zuständigen Behörden kontrollieren sowohl beim Händler als auch beim Besitzer, dass die Haltungsvorschriften befolgt werden.

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