Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Geisler neuer Schiedsrichterchef im Kreis Pirmasens/Zweibrücken

Nach der Wahl: Verbandsschiedsrichterobmann Thorsten Braun (links) mit dem neuen Kreischef Sascha Geisler (Mitte) sowie dessen V
Nach der Wahl: Verbandsschiedsrichterobmann Thorsten Braun (links) mit dem neuen Kreischef Sascha Geisler (Mitte) sowie dessen Vorstandskollegen Florian Stahl (Zweiter von links), Thorsten Ecker und Steffen Schwarz.

Alexander Seiberth und Ralf Vollmar bleiben beste Freunde, auch wenn sie ab 1. Juli 2024 nicht mehr gemeinsam die Schiedsrichtervereinigung des Fußballkreises Pirmasens/Zweibrücken führen.

Daran ließen die beiden bei der Versammlung der südwestpfälzischen Referees am Montagabend im Sportheim des FC Höheischweiler überhaupt keinen Zweifel aufkommen. Zwei Jahrzehnte managten der für den SV Großsteinhausen pfeifende Vollmar als Obmann und Seiberth (SV Ixheim) als sein Stellvertreter die Schar der Unparteiischen. „Es war nicht immer einfach, aber der Zusammenhalt war riesengroß“, befand Vollmar rückblickend. Nach der laufenden Saison treten die beiden ins zweite Glied zurück. Die 49 anwesenden Schiedsrichter wählten unter der Regie von Verbandsschiedsrichterobmann Thorsten Braun den bisherigen Lehrwart Sascha Geisler zu ihrem neuen Vorsitzenden.

Mit zwei Oberliga-Referees

„Ich nehme die Wahl an“, sagte der Schiri vom SC Stambach und bat die Versammlung um das Vertrauen für die „Führungsmannschaft“ seines Vertrauens. Und so kam es dann auch: Die beiden Oberliga-Schiedsrichter Florian Stahl (SVN Zweibrücken, stellvertretender Obmann) und Julien Belzer (FK Clausen, Lehrwart) sowie Thorsten Ecker (SV Hermersberg) und Steffen Schwarz (SV Battweiler, beide Beisitzer) komplettierten bei der stets einstimmig erfolgten Wahl den Kreisschiedsrichterausschuss für die nächsten vier Jahre. Neu ist in der nur noch fünf- statt sechsköpfigen Vorstandschaft lediglich Schwarz. Alle anderen Vorstandsmitglieder gehörten bereits in den vergangenen vier Jahren der Führungsriege an.

„Ich wollte selbst bestimmen, wann ich aufhöre“, hatte der 63-jährige Vollmar zu verstehen gegeben. Es sei eine schöne, teils aber auch eine schwierige Zeit an der Spitze der Schiedsrichtervereinigung gewesen. Immer wieder habe er mit „großen Unzuverlässigkeiten“ von manchen Referees zu tun gehabt. So sei es aktuell „nicht immer einfach, die Spiele an den Wochenenden zu besetzen“.

Im Schnitt 38,4 Jahre alt

Die südwestpfälzischen Schiris achteten im Lauf der Saison 2023/24 bisher in 2110 Spielen auf die Einhaltung der Regeln. Vollmar kann diese Runde auf 93 Schiedsrichter und vier Schiedsrichterinnen zurückgreifen, wobei nicht alle permanent zur Verfügung stehen. Es gebe nicht wenige Unparteiische, die in dieser Saison bislang in weniger als zehn Spielen an der Pfeife waren. Nur durch fleißige Regelwächter, „die mehrmals in der Woche, manchmal sogar mehrmals an einem Tag, Einsätze hatten“, sei das Pensum zu erfüllen gewesen. Elf Unparteiische sind über 60 Jahre alt, 19 unter 20. Der Altersdurchschnitt liegt bei 38,4 Jahren.

Abkommen gekündigt

Teils pfiffen die Schiedsrichter aus der Südwestpfalz auch Spiele in anderen Fußballkreisen und umgekehrt. Gekündigt hat die Schiedsrichtervereinigung Pirmasens/Zweibrücken das Abkommen mit der Schiedsrichtergruppe Ostsaar zum 31. Dezember 2023, weil die Saarländer ein Urteil der südwestpfälzischen Schiedsrichterschaft nicht anerkennen wollten. Vollmar: „Da gab es keine Alternative.“

Vollmar forderte die Vereine auf, geeignete Kandidaten für das Amt des 23. Manns zu benennen. „Ohne Schiedsrichter geht es nicht im Fußball“, stellte er lapidar fest. Immerhin mache sich seit „März 2023“ ein leichter Aufwärtstrend bemerkbar.

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