FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: Die Leistung stimmt, das Ergebnis nicht

Die entscheidende Szene: Der Engländer in VfB-Diensten, Jayden Bennetts, hat gerade Luca Eichhorn (links) aussteigen lassen, wil
Die entscheidende Szene: Der Engländer in VfB-Diensten, Jayden Bennetts, hat gerade Luca Eichhorn (links) aussteigen lassen, will wohl flanken, trifft aber an Sascha Hammann vorbei ins Tor.

Der FK Pirmasens zeigt sich gegenüber der 0:4-Schlappe gegen Großaspach merklich verbessert, kassiert aber die dritte Niederlage in der dritten Partie unter dem neuen Trainer Kevin Stotz. Der FKP hat einige im Regionalliga-Abstiegskampf erfahrene Spieler, die trotz des aktuellen Misere die Zuversicht nicht verloren haben.

Eine Mischung von Trotz und Selbstbewusstsein lag in der Stimme von Manuel Grünnagel, als er nach der 1:2-Niederlage seines FK Pirmasens beim VfB Stuttgart II und dem damit verbundenen Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz in der Fußball-Regionalliga sagte: „Wir geben erst auf, wenn wir rechnerisch keine Chance mehr haben. Aber diese Situation wird nicht eintreten. Ich bin überzeugt davon, dass wir die Klasse halten werden.“

„In Mannschaft klar bleiben“

Der Thaleischweilerer, seit sechs Jahren eine feste Größe in der ersten Mannschaft des FKP, hat viel Erfahrung im Regionalliga-Abstiegskampf. Um in diesem zu bestehen, sei es „am wichtigsten, in der Mannschaft klar zu bleiben“. Die Qualität, um vier Teams hinter sich zu lassen, sieht der 26-Jährige eindeutig vorhanden: „Wir sind in der Lage, in der Liga gegen jeden zu gewinnen, wenn wir 100 Prozent auf den Platz bringen.“

Am Samstag stimmte die Mannschaftsleistung, wie auch Grünnagel fand: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht.“ Mit sich selbst ging er allerdings hart ins Gericht. „Die erste Halbzeit – das war nicht mein Anspruch, wie ich Fußball spielen will“, sagte der Rechtsverteidiger, der wegen des Fehlens von Moritz Zimmer (Corona-Infektion) und Kevin Frisorger (Kreuzbandriss) wieder als Innenverteidiger begann. Er beging in der neunten Spielminute einen folgenschweren Fehler. Er ließ sich an der Außenlinie von Lilian Egloff, der am Abend zuvor noch zum Kader von Stuttgart I für das Bundesligaderby bei der TSG Hoffenheim gezählt hatte, den eigentlich sicheren Ball abluchsen. Egloff stürmte sogleich in den Strafraum, legte quer für Sven Schipplock und der 33-Jährige mit der Erfahrung von 181 Bundesligamatches schob den Ball locker zum 1:0 ins Tor.

Abwehr umgestellt

„Dem Rückstand rennst Du dann hinterher“, ärgerte sich Grünnagel, der kurz darauf von Trainer Kevin Stotz auf seine angestammte Position beordert wurde. Sechser David Becker rückte in die Abwehrzentrale, der zunächst anstelle von Grünnagel rechts verteidigende Sascha Hammann ging auf seine Stammposition als Linksverteidiger, und Julian Kern bildete mit Daniel Bohl die Doppel-Sechs. Die FKP-Defensive war nun sehr stabil, ließ bis zur Schlussphase keine Chance der Stuttgarter mehr zu. „Vom VfB kamen doch nur lange Bälle nach vorne“, stellte Stotz fest und registrierte erfreut, dass sein Team nach dem erneut frühen Rückstand im Gegensatz zum 0:4 eine Woche zuvor gegen Großaspach „dieses Mal nicht eingebrochen“ sei und „eine gute Reaktion gezeigt“ habe.

In der Tat erarbeitete sich der FKP Spielanteile und Chancen, doch es traf nur der ins zentrale offensive Mittelfeld vorgerückte Leon Ampadu Wiafe, der zum zweiten Mal in der Regionalliga zur Startelf gehörte und nach Vorlage von Dennis Krob sein erstes Tor schoss. Krob scheiterte per Elfmeter am Ersatzkeeper der VfB-Profis, Florian Schock; Luka Dimitrijevic und vor allem Arman Ardestani vergaben hochkarätige Chancen zum 2:1. „Wir haben die Tore nicht gemacht – so ist Fußball. Der Einsatz stimmt, das Ergebnis nicht“, merkte der starke Ampadu Wiafe an. Das 2:1 machte dann Stuttgarts Jayden Bennetts in der 85. Minute – „ein Sonntagsschuss“, wie Kapitän Becker klagte, „eine ganz bittere, total unnötige Niederlage“.

Becker: Glück kommt zurück

Aber Becker schaut wie Grünnagel optimistisch in die Zukunft: „Das Glück kommt irgendwann zurück, wenn wir weiter unsere Leistung bringen.“ Klar, dass der Druck vor dem Heimspiel am nächsten Samstag gegen den punktgleichen Drittletzten, den FSV Frankfurt, weiter gewachsen ist.

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