Leute aus der Nähe
Die Tretter-Brüder als Abwehrriegel beim Fußball-Landesligisten SV Hinterweidenthal
„Das ist null Problem. Da werde ich auch nicht bevorteilt“, betont Robin Tretter. Der 20-Jährige hat gerade seine Ausbildung zum Fliesenleger erfolgreich abgeschlossen und arbeitet in der Firma seines anderen Halbbruders Kevin Jung (Torwart beim Ligakonkurrenten SC Hauenstein). Robin Tretter kehrte vor der vergangenen Saison aus der Verbandsliga-A-Jugend des SC Hauenstein zurück zu seinem Heimatverein, dem SV Hinterweidenthal.
Halbes Jahr ausgefallen
In der Vorsaison fiel der Verteidiger krankheitsbedingt ein halbes Jahr aus. In der Rückrunde kam er dann zu etlichen Einsätzen. In dieser Spielzeit stand er als Innenverteidiger in allen bisherigen vier Saisonpartien von Beginn an auf dem Platz. „Körperlich und vom Tempo her ist Herrenfußball natürlich etwas ganz anderes als Jugendfußball“, sagt Tretter, der in Hinterweidenthal bei den Eltern wohnt. Sein Trainer lobt den Youngster, der für sein Alter schon sehr weit sei. „Robin war in der Jugend beim SC Hauenstein und auch ein Jahr beim FK Pirmasens, wurde dort fußballerisch gut ausgebildet. Kleine Anlaufschwierigkeiten gab es, aber das ist normal“, merkt Daniel Tretter an. Zudem sei sein Bruder ein Mensch, der den Sport und sein Hobby lebt: „Er ist in jedem Training, bereitet sich gewissenhaft auf jedes Spiel vor und ist gut über die jeweiligen Gegner informiert.“
Vorgaben umgesetzt
Durch die Verletzung von Stamm-Innenverteidiger Lukas Werner, der auf unbestimmte Zeit ausfällt, müsse Robin nun als Verteidiger Verantwortung tragen. „Körperlich fehlt noch ein kleines Stück. Aber er ist spielstark, und seine Größe ist als Abwehrspieler natürlich von Vorteil“, sagt sein Trainer. In den ersten Spielen habe er alle Vorgaben sehr gut umgesetzt: „Das war schon überraschend gut, wie er sich präsentiert hat.“ Auf etwaige Schwächen angesprochen, antwortet der Coach schmunzelnd „Er ist nicht ganz so schnell. Das ist aber eine Familienkrankheit.“
Zuletzt spielten die beiden Tretters zusammen in der Innenverteidigung. „Das hat sehr gut funktioniert“, bestätigt Robin Tretter, der Fan des FC Bayern München ist. Geht es nach ihm, bleibt es bei der Vierer-Abwehrkette, die in drei der vier bisherigen Begegnungen praktiziert wurde. Nur in der ersten Partie (1:7 beim TSC Zweibrücken) agierte Hinterweidenthal mit Fünfer-Kette. „Nach hinten ist die Absicherung besser, aber im Mittelfeld fehlt einfach ein Spieler. Deshalb ist mir die Vierer-Kette lieber“, erklärt Robin Tretter.
Heimspiel gegen Rodenbach
Die bisher erzielten fünf Punkte bezeichnet der 20-Jährige als okay. „Natürlich war der verschossene Elfer im letzten Spiel kurz vor Schluss, der das 3:2 gebracht hätte, ärgerlich. Aber wenn uns jemand vor dem Spiel gegen Hackenheim ein 2:2 angeboten hätte, hätten wir es genommen“, verdeutlicht Robin Tretter.
Der nächste Gegner ist kaum leichter. Am Sonntag empfängt der SVH zum zweiten Heimspiel in Serie den SV Rodenbach. „Zu Hause sind wir schwer zu schlagen. Und dass nach seiner Sperre Kim-Dan Schenk wieder mitwirken kann, ist natürlich super für uns“, sagt Robin Tretter.
LANDES-/BEZIRKSLIGASPIELE
Landesliga: SF Bundenthal - SG Hüffelsheim (Samstag, 17.15 Uhr), TSC Zweibrücken - SC Hauenstein, VfL Simmertal - SG Eppenbrunn, SV Hinterweidenthal - SV Rodenbach (alle Sonntag, 15 Uhr), VfR Kaiserslautern - SG Rieschweiler (Sonntag, 15.15 Uhr).
Bezirksliga: TSG Wolfstein-Roßbach - SpVgg Waldfischbach/Burgalben (Sonntag, 15 Uhr); FC Fehrbach spielfrei.