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Samstag, 23. März 2019 Drucken

Pirmasens: Kultur Regional

Ein Fest der Kirchenmusik

Rosenberger Musiktage: Die 23. Auflage der Reihe bietet vier Konzerte bei freiem Eintritt – Auftakt morgen

Von Christian Hanelt

Die Evangelische Jugendkantorei bei einem Konzert in der evangelischen Kirche in Jettenbach. Morgen gibt der Chor das Eröffnungskonzert der 23. Rosenberger Musiktage.

Die Evangelische Jugendkantorei bei einem Konzert in der evangelischen Kirche in Jettenbach. Morgen gibt der Chor das Eröffnungskonzert der 23. Rosenberger Musiktage. ( Foto: Archiv)

Besondere Musikereignisse im besondere Rahmen: Dafür stehen die Rosenberger Musiktage. Zum 23. Mal findet im Wallfahrtsort Maria Rosenberg bei Waldfischbach-Burgalben dieses Festival geistlicher Musik statt. Die Rosenberger Musiktage beginnen am Sonntag, 24. März, mit dem Konzert der Evangelischen Jugendkantorei unter der Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Jochen Steuerwald (Beginn: 19 Uhr, Wallfahrtskirche, Eintritt frei).

Durch die Stifter des Rosenbergs gibt es eine enge Verbindung des Wallfahrtsortes in die USA. Dort würde man sagen, „we continue a story“, sagt Volker Sehy, Direktor des Rosenbergs, mit Blick auf die vier Konzerte umfassenden Rosenberger Musiktage. „Wir erzählen eine Erfolgsgeschichte weiter“, steht für Sehy fest. „Die Rosenberger Musiktage bieten den Raum für geistliche Musik zum Lob Gottes und dieses Gotteslob verbindet sich für die Konzertbesucher mit herausragenden musikalischen Darbietungen.“

Nach der Evangelischen Jugendkantorei gastiert „Man(n) singt“ unter der Leitung von Peter Gortner im Rahmen des Musikfestivals auf dem Rosenberg. Im Mai ist das Duo Sorissima mit Sopranistin Ania Littera und Harfenistin Verena Jochum zu Gast. Den Abschluss am Pfingstmontag, wenn die Festtagsmesse gefeiert wird, bestreitet der Hassler-Chor.

In Kontinuität und Erneuerung werde die Erfolgsgeschichte des Musikfestivals fortgeschrieben, sagt Sehy. Eine Neuerung gibt es im Organisationsteam. Bernhard Hassler, ein Mitbegründer der Rosenberger Musiktage, hat gebeten, aus der inhaltlichen Verantwortung für die Musiktage ausscheiden zu dürfen. „Mit einer Träne im Auge haben wir ihm das gewährt“, sagt Sehy. Durch seine Kompetenz, die Kontakte, die Hassler habe, habe er großen Anteil daran gehabt, dass die Rosenberger Musiktage eine Erfolgsgeschichte wurden, würdigte Sehy Hasslers Engagement.

Manchmal sei auch ein Abschied notwendig, sei ein Neuanfang wichtig. Zwei neue Mitglieder gibt es im Team, beide regional verwurzelt: Bariton Michael Marz, der in Maßweiler lebt, und Felix Edrich, Organist und Chorleiter aus Rodalben. Beide seien gleichfalls gut vernetzt und stünden für das, was die Rosenberger Musiktage auszeichne: Auch herausragenden Musikern aus der Region eine Plattform zu bieten.

Bewährt habe sich die Neuerung aus dem Jahr 2018, die Konzertreihe über vier Monate zu strecken, nicht mehr geballt um ein Wochenende herum. Sehr zufrieden waren die Veranstalter mit dem Besuch der Konzerte. Da eine zweite Neuerung 2018 eingeführt wurde – der Eintritt zu den Konzerten ist seither frei, es wird lediglich um eine Spende gebeten –, gibt es keine genauen Besucherzahlen mehr. Aber es habe eine Steigerung gegeben, ist sich Sehy sicher. Das sei unter anderem dem sehr gut besuchten Konzert des MGV Frohsinn Hermersberg, der durch den Frauenprojektchor verstärkt wurde, geschuldet. Dieses Konzert sei – neben der traditionell sehr gut besuchten Abschlussmesse – vom Besucherzuspruch her das herausragende Ereignis des vergangenen Jahres gewesen.

Rund 10.000 Euro kosten im Schnitt die Rosenberger Musiktage, die durch Spenden und Sponsoren getragen werden. Keinen Eintritt zu erheben, die Besucher um eine Spende zu bitten, habe sich bewährt, sagt Sehy. Daran werde auch in diesem Jahr festgehalten.

Auftakt ist am heutigen Sonntag. Zum ersten Mal gastiert die Evangelische Jugendkantorei der Pfalz auf dem Rosenberg. Dass sich der Chor unter der Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Jochen Steuerwald mit der Messe Nr. 2 e-moll von Anton Bruckner und der Deutschen Messe von Franz Schubert für zwei katholische Werke entschieden habe, „freut mich natürlich“, sagt Sehy. Die Ökumene liege dem Team sehr am Herzen und mit diesem Konzert werde diese musikalisch perfekt umgesetzt.

Auch das A-cappella-Ensemble „Man(n) singt“ unter der Leitung des aus Thaleischweiler-Fröschen stammenden Kantors der Christuskirche in Karlsruhe, Peter Gortner ist erstmals bei den Musiktagen zu Gast. Dezent begleitet wird „Man(n) singt“ von Gernot Gölter an der Orgel. Josef Rheinbergers Messe in B-Dur und weitere geistliche Werke wird das Ensemble am 28. April bieten. Spielt das Wetter mit, wird es in den Arkaden des Rosenbergs seine Fortsetzung finden, sagt Sehy.

Auch im Mai erwartet die Besucher eine Premiere: Sopran und Harfe, dafür steht das Duo „Sorissima“ aus Saarbrücken. Ania Littera (Sopran) und Verena Jochum (Harfe) spielen „Musik – die Brücke zum Himmel“ am 26. Mai. Werke von Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart werden unter anderem zu hören sein. Anschließend sind die Besucher zu einem Imbiss – bei schönem Wetter in den Arkaden – eingeladen.

De Rosenberger Musiktage enden bewährt im Juni am Pfingstmontag mit der Festmesse. Diese bestreitet musikalisch der Hassler-Chor aus Münchweiler – ein gern gehörter Gast bei den Rosenberger Musiktagen. Unter anderem Knut Nystedts Missa brevis opus 102 wird dann zu hören sein.

Das Programm

—Sonntag, 24. März, 19 Uhr: Evangelische Jugendkantorei der Pfalz.

—Sonntag, Sonntag, 28. April: A-cappella-Ensemble „Mann(n) singt“.

—Sonntag, 26. Mai: „Duo Sorissima“ mit Harfe und Sopran.

—Pfingstmontag, 10. Juni: Hassler-Chor.

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