HASSLOCH
Handball: TSG unterliegt SG Leutershausen
Schon nach 20 Minuten rieb sich Trainer Job die Stirn mit Blick auf die Anzeigetafel. Die Bären lagen da bereits mit 5:14 Toren im Rückstand. „Man nimmt sich was vor und liegt nach fünf Minuten 0:5 hinten. Das ist einfach eine Vollkatastrophe“, sagte Florian Kern sichtlich enttäuscht. Es fehlte einfach die Leidenschaft, der Wille und zugleich die Einstellung, die Negativserie im letzten Heimspiel in diesem Jahr zu stoppen. Leutershausen hatte gegen ersatzgeschwächte Gastgeber, die auf die Kreisläufer Lino Messerschmidt, Lars Hannes und Julius Herbert verzichten mussten, keine allzu große Mühe. Die SG wirkte in allen Belangen abgeklärter und zugleich spielerisch überlegen. Besonders im Spiel eins gegen eins oder zwei gegen zwei befanden sich die Bären total neben der Spur. Sofern sie eine Wurfgelegenheit bot, stand ihnen SGL-Torhüter Alexander Hübe im Weg. Mit 16 Paraden brachte er den TSG-Angriff zur Verzweiflung. Es war nicht allein die individuelle Klasse der Gäste von der Bergstraße, die TSG präsentierte sich meilenweit von ihrer Form entfernt. „Wir sind ratlos, wir wissen nicht, was los ist“, sagte Konstantin Herbert. So konnte SGL-Trainer Marc Nagel gegen die schwache TSG-Mannschaft in Spielabschnitt zwei seiner Leistungsträger vor dem prestigeträchtigen Lokalderby gegen den TVG Großsachsen schonen. Dagegen droht den Bären beim Gastspiel bei der SG Pforzheim-Eutingen die nächste Niederlage.