Hassloch
Handball: Frauen der TSG Haßloch lassen Landau keine Chance
Im offiziell nur von 80 Zuschauern besuchten, aber deutlich volleren TSG-Sportzentrum zeigte der allererste Angriff, wie die Spitzenpartie der Pfalzliga verlaufen sollte: Der Landauerin Olga Roth missglückte schon nach wenigen Spielsekunden ein Pass – vor der Haßlocher Abwehr lauerte Lucie Krein. Sie holte den Ball. Lisa Motz traf vom Kreis zum 1:0.
„Haßloch hat gut gespielt. Dass die TSG die Übermannschaft der Liga ist, war klar“, erklärte später HSG-Coach Akin Calisir. Mit ihrer Spielweise hätten die Haßlocherin für viele Fehler seines Teams gesorgt. So war seine Ansprache in der Pause kurz. „Was soll ich großartig sagen? Dass wir besser werden müssen, um nicht mit 46 Toren heimgeschickt zu werden.“
Fehler der Gäste
Viele Treffer fielen tatsächlich nach Fehlern der Gäste, die dem hohen Spieltempo der TSG nichts entgegenzusetzen hatten: Fang- oder Schrittfehler, ungenaue Pässe. Oder aber gut aufgelegte Haßlocher Torfrauen waren ihnen im Weg. In Hälfte eins stand Selina Henrich zwischen den Pfosten. Lena Johan scheiterte gegen sie mit einem Strafwurf (6.). In Hälfte zwei hütete Antje Wilde den TSG-Kasten und überzeugte mit vielen Paraden.
Auch die Gastgeberinnen vergaben manche Möglichkeit: Jessica Glaser, Lena Motz und Lucie Krein sorgten für insgesamt sechs Pfostentreffer. Mitte der zweiten Hälfte traf Glaser gleich zweimal kurz hintereinander den Pfosten. Im nächsten Landauer Angriff fing Krein den Ball ab. Obwohl Katharina Schmitt ungehindert zum HSG-Tor konterte, warf sie über das Gehäuse. Der Haßlocher Sieg war jedoch nie in Gefahr. „Ich habe den Mädels gratuliert und gesagt, dass wir bereit sind für den nächsten Schritt“, freute sich Peter Motz über den Erfolg. „Die Mädels waren sehr motiviert.“ Einige Spielerinnen hätten ein paar Fehlwürfe gehabt, „aber es ist fantastisch, wenn andere das auffangen“. Beste TSG-Torschützinnen mit jeweils sieben Treffern waren Rechtsaußen Lena Motz sowie Linksaußen Nathalie Jakob. Motz’ nächstes Ziel: Die TSG soll sich in der Abwehr verbessern, soll variabler werden.
Krein bleibt
Lucie Krein habe Haßloch für weitere zwei Jahre zugesagt, erzählte Peter Motz später ebenso erfreut. Trotz der vielen guten Nachrichten gönnte er sich am Ende kein Bier. „Ich trinke keinen Alkohol, immer nur Wasser“, verriet Motz lachend. „Aber heute nehme ich mal Kohlensäure dazu.“