Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: Offenbach kann Primus Mundenheim nicht stoppen

Auftakt: Emanuel Novo erzielt das 1:0 für die VTV Mundenheim.
Auftakt: Emanuel Novo erzielt das 1:0 für die VTV Mundenheim.

Den VTV Mundenheim fehlen in der Handball-Oberliga nur noch vier Zähler für Meisterschaft und Aufstieg in die Dritte Liga. Der TV Offenbach konnte den Primus im Derby nicht stoppen.

In der Vorrunde noch ein enges Spitzenspiel, in der Rückrunde eine einseitige Angelegenheit. Mit einem 34:21 (18:9)-Erfolg über den TV Offenbach feierten die VTV Mundenheim ihren 17. Sieg in Serie. In der Hinrunde trennte gerade einmal ein einziger Treffer beide Mannschaften, lag auch die dritte Saisonniederlage für Mundenheim in der Luft.

„Wir haben in der Hinrunde noch viele Kleinigkeiten richtig gemacht, die wir mittlerweile nicht mehr richtig machen“, bilanziert TVO-Trainer Tobias Job. „Außerdem sieht man, was Selbstvertrauen bei einer Mannschaft ausmacht.“ Damit meinte er beide Mannschaften, denn einen Stotterstart legten zunächst beide hin. Allein in den ersten zehn Minuten präsentierten sie den 150 Besuchern im Schulzentrum Mundenheim satte zehn technische Fehler. Doch während die VTV das mit dem Selbstvertrauen des unangefochtenen Tabellenführers abstreiften, trotzdem eine 5:1-Führung (8.) vorlegten, ist die Abwärtsspirale der Offenbacher kaum noch zu bremsen. „Ich hatte gehofft, dass wir hier ohne Druck ein wenig befreiter aufspielen können“, erklärte Job, der bereits nach acht Minuten zur Auszeit bat, in der Folge die Bemühungen seiner Mannschaft nahezu teilnahmslos verfolgte.

Kurzes Zwischentief

Die VTV gaben hingegen Zwischengas, setzten sich bis zehn Minuten vor der Pause auf 12:4 ab. Ganz zufrieden war VTV-Trainer Steffen Schneider damit nicht. „Unser Anspruch muss sein, dass wir über 60 Minuten konsequent das Spiel unter Kontrolle haben.“ Dass die Gäste den Rückstand zwischenzeitlich wieder auf fünf Treffer (14:9, 27.) verkürzten, behagte ihm nicht. Ein wenig Verständnis hatte er immerhin: „Nach jetzt 17 Siegen in Folge sind wir eine Mannschaft, die weiß, wann sie Gas geben muss.“ Tatsächlich gehörten die letzten Minuten vor der Pause wieder den Gastgebern. Ein Gegenstoß von Marco Binnes, sowie drei Treffer von Tim Schmieder, zwei davon per Siebenmeter und es hieß wieder 18:9. Wobei Siebenmeter an diesem die größte Schwachstelle der VTV waren. Der sonst so sichere Niklas Klein vergab gegen seinen Ex-Verein gleich zwei Versuche, Emanuel Novo scheiterte einmal, und auch Schmieder war mit einer Quote vier von fünf nicht fehlerlos.

Geschadet hat das in der einseitigen Partie nicht, auch wenn die Offenbacher tatsächlich ein weiteres Mal auf fünf Treffer (24:19, 45.) verkürzen konnten. Spannung kam deshalb trotzdem keine mehr auf, hatten die Mundenheimer alles im Griff. Auch deshalb fiel Schneiders Fazit letztlich doch noch positiv aus: „Wir hatten in der Abwehr eine gute Präsenz und haben Fehler provoziert.“ Fehler, die immer wieder zu Gegenstößen führten. Insgesamt zeigten die Mundenheimer, dass sie zu Recht an der Tabellenspitze stehen. Am Ende tönte auch noch lauter Jubel aus der Mundenheimer Kabine. „Wir haben jetzt bis Ostermontag trainingsfrei“, verriet Schneider den Grund für die Ekstase. Der ungefährdete Sieg gegen Offenbach war hingegen schnell abgehakt. Den VTV fehlen nun noch zwei Siege aus sechs ausstehenden Partien. Und auch die Offenbacher blickten voraus: „Mundenheim war für uns sicher keine Mannschaft, die wir schlagen müssen. Diese Spiele kommen für uns jetzt erst“, so Trainer Job.

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