Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: FC Arminia Ludwigshafen zu Gast bei der TSG Pfeddersheim

Ex-Verein: Arminias Tim Amberger (vorn) im Spiel bei einem seiner ehemaligen Klubs, dem TuS Mechtersheim.
Ex-Verein: Arminias Tim Amberger (vorn) im Spiel bei einem seiner ehemaligen Klubs, dem TuS Mechtersheim.

Der FC Arminia Ludwigshafen steht in einem sehr gefährlichen Abschnitt der Oberligatabelle. Gerade gegen die Teams aus dem Tabellenkeller braucht der Verein Erfolge. Ein Routinier soll dabei helfen.

Geht man von sieben Absteigern aus der Oberliga aus, dann steht der FC Arminia Ludwigshafen hauchdünn über dem Strich. Am Samstag geht die Reise zum Derby nach Pfeddersheim (14 Uhr), wo die TSG einen Motivationsschub der besonderen Art erhalten hat.

Das 1:0 gegen den FC Bitburg am vergangenen Samstag war ein ganz wichtiger Erfolg für die Schwarz-Weißen, um die Chancen auf Klassenverbleib zu wahren. Es kann aber nur der erste Schritt sein, weitere müssen zwingend folgen. „Wir wollen in Pfeddersheim nachlegen, müssen uns aber steigern. Doch das weiß die Mannschaft“, sagt Trainer Andreas Brill. Vermutlich ist im Spiel bei der TSG schon allein aufgrund des Derbycharakters etwas mehr Feuer drin. Gegen Bitburg plätscherte die Partie teilweise vor sich hin. Bis zur 34. Minute gab es insgesamt nur drei Fouls – ein Indiz dafür, dass die Vokabel „Abstiegskampf“ fehl am Platz gewesen wäre. Das wird in Pfeddersheim anders sein.

Neuer Trainer in Pfeddersheim

„Wir müssen Kompaktheit herstellen, ebenso engere Abstände und wir benötigen eine erhöhte Laufbereitschaft“, fordert der Übungsleiter. Irgendwann sei es am vorigen Samstag eine Kopfsache gewesen, als die Arminia gemerkt habe, dass ihr die Zeit weglaufe. Ob die Blessuren von Robert Langer (Zehenverletzung) und Daniel Fichtner (Hämatom im Leistenbereich) bis Samstag überstanden sind, ist fraglich. Dafür kehrt der defensive Mittelfeldspieler Wal Fall nach auskurierter Wadenzerrung in den Kader zurück.

Die TSG Pfeddersheim hat sich anfangs der Woche von ihrem Trainer Mario Cuc, einem früheren Arminia-Spieler, getrennt. Nach Tobias Ehrenberg und Cuc ist mit Björn Miehe jetzt der dritte Trainer in Amt und Würden. Bei seiner Premiere im Nachholspiel gegen den FV Dudenhofen gab es einen 2:0-Erfolg, der den kleinen Hoffnungsfunken bei den akut abstiegsbedrohten Rheinhessen weiter glimmen lässt. Im Kader der TSG stehen mit Nico Najda, Rouven Amos und Ryoji Matsumura drei ehemalige Arminia-Spieler, was der Begegnung eine zusätzliche Brisanz verleiht. So leicht wie im Hinspiel, das der FCA ungefährdet 6:3 gewann, dürfte es am Samstag nicht werden.

Routinier steht bereit

Als Mann für alle Fälle haben die Arminen ihren routinierten Flügelstürmer Tim Amberger. Nicht für 90 Minuten, aber für Teileinsätze ist der 36-Jährige immer noch sehr wichtig für den FCA. Das hat sich gegen Bitburg gezeigt, als Amberger mit einer für ihn typischen scharfen Flanke den Siegtreffer von Matteo Monetta vorbereitet hatte. Auch die riesige Möglichkeit Monettas in der Schlussminute leitete der Außenstürmer ein. „Tim ist in solchen Situationen Gold wert. Er spielt schnörkellos, ist zielstrebig, bringt Erfahrung, Körperlichkeit und Wucht ein. Dazu ist er beidfüßig und hat immer noch einen tollen Antritt“, beschreibt Brill den Mann mit der Rückennummer 8, der in dieser Runde schon auf vier Assists kommt.

Der 1,87 Meter große Amberger verkörpert aktuell den idealen Joker. „In Pfeddersheim müssen wir über die Grundtugenden Kampfgeist, Mentalität und Einstellung kommen“, glaubt der Stürmer, der noch bis 2025 beim FCA unter Vertrag steht. Seit 1. März arbeitet der gelernte Kaufmännische Angestellte bei „Absolute Teamsport Rhein-Pfalz“, dessen Geschäftsführer der frühere Arminia-Coach Marco Laping ist. Die Firma ist unter anderem Ansprechpartner für Vereinsverantwortliche, die sich um die Ausrüstung ihrer Clubs kümmern. Egal ob das Trikots, Schuhe, Bälle oder Trainingsmaterialien sind.

Tim Amberger, der mit seiner Freundin Vanessa einen zweieinhalbjährigen Sohn namens Lukas hat, spielt seit 2010 mit zwei kleinen Unterbrechungen für den FCA. Kurzzeitig wechselte er zum TuS Mechtersheim und TuS Altrip. „Die Familie meines Vaters kommt aus Rheingönheim, das verstärkt die Beziehung zum Klub“, erklärt der Fußballer. In seinem ersten Jahr bei der Arminia gelang auf Anhieb der Aufstieg in die Oberliga. Inzwischen trug der dynamische Offensivspieler in dieser Spielklasse 188 Mal das schwarz-weiße Trikot und erzielte dabei 42 Treffer. In beiden Rubriken steht nur Kapitän Nico Pantano vor ihm. Ein Abstieg soll seine erfolgreiche Zeit bei der Arminia nicht schmälern.

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