Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Klare Sache beim 8:1-Derbysieg der Oppauerinnen gegen den TC Mutterstadt

Vierter Sieg im vierten Einzel in dieser Saison: Nadine Lang vom TC Ludwigshafen-Oppau.
Vierter Sieg im vierten Einzel in dieser Saison: Nadine Lang vom TC Ludwigshafen-Oppau.

„Seit Samstag spielen wir wirklich nur noch zum Spaß“, erklärte Daria Wilhelm. Nach der 1:8-Schlappe gegen den HTC Bad Neuenahr ist der Abstieg für die Oberliga-Damen des TC Mutterstadt sportlich besiegelt. Die Niederlage im Lokalderby bei der Zweitliga-Reserve des TC Oppau spielte deshalb am Sonntag nur noch eine untergeordnete Rolle. Oppau siegte nach einem 7:2 beim TC BW Homburg auch gestern mit 8:1 (5:1) gegen Mutterstadt und bleibt damit weiter in der Spitzengruppe.

Es war wie so oft in dieser Saison: In den einzelnen Spielen waren die Mutterstadterinnen durchaus auf Augenhöhe. Bestes Beispiel dafür das Duell zwischen Nadine Lang auf Oppauer Seite und Nina Fasch auf Position vier. Fasch hatte durchaus ihre Chancen, führte im ersten Durchgang bereits mit 4:1, holte sich einigermaßen deutlich den zweiten Durchgang und stand am Ende doch mit leeren Händen da. Ihre Gegnerin hatte, trotz fehlender Spielpraxis zuletzt, bei sehr ähnlicher Spielweise letztlich den etwas längeren Atem. Für Nadine Lang war es hingegen bereits der vierte Sieg in ihrem vierten Einzel in dieser Saison. Sie war im Anschluss zufrieden, dass sie zumindest im Matchtiebreak wieder genügend Stabilität gefunden hatte.

Die Oppauerinnen stehen hingegen schon kurz vor dem Saisonende. Sie können dabei aber noch zum Meistermacher werden. Am kommenden Wochenende gastiert mit dem TuS Neunkirchen eine der beiden noch verlustpunktfreien Mannschaften auf der Anlage in der Friedrichstraße. In welcher Formation die Oppauerinnen, die bereits eine Niederlage auf dem Konto haben und sich nur noch Außenseiterchancen auf den Titel ausrechnen können, antreten werden, steht dabei noch offen. „Unser Ziel ist sicher nicht die Meisterschaft“, hatte Mannschaftsführerin Anne Zehetgruber schon vor Wochen erklärt. Abgeschenkt werde aber ganz sicher auch nichts – zumal die Oppauerinnen am letzten Spieltag den Ausgang des Titelrennens machtlos verfolgen müssen, also spielfrei sind.

„Unter dem Matchtiebreak macht sie es nicht“

Dass es keine Geschenke gibt, mussten auch die Mutterstadterinnen erfahren. Zwar nicht in Bestbesetzung, aber durchaus stark aufgestellt, wurde der Favorit seiner Rolle gerecht. Dana Heimen spielt sich langsam aber sicher in die Form, die auch in der Bundesligasaison im August nötig sein wird. Anne Zehetgruber brannte zwar kein Feuerwerk ab, geriet gegen Lisa Keller aber auch nie ernsthaft in Gefahr. Und das galt nahezu für den gesamten Oppauer Kader. Mit einer Ausnahme. Carolin Eisele war nach der Leistungsklasseneinteilung einziger Außenseiter für die Gastgeberinnen in ihrem Einzel gegen Christina Müller. Trotzdem schien sie nach dem ersten Durchgang ebenfalls alles im Griff zu haben. Präsident Thomas Süß hatte aber den richtigen Riecher: „Unter dem Matchtiebreak macht sie es nicht“, hatte er geunkt und lag mit seiner Einschätzung richtig. Die 27-jährige verlor den Faden, gab nicht nur den zweiten Durchgang, sondern letztlich auch den Matchtiebreak nahezu wehrlos ab, haderte immer mehr mit der eigenen Fehlerquote.

Es blieb im Lokalderby aber die einzige Niederlage der Oppauerinnen, die außerdem noch einen weiteren Erfolg feiern konnten: „Während den Spielen regnet es bei uns nicht“, scherzte Oberschiedsrichter Michael Reiter. Und tatsächlich konnten alle Matches fast ohne Verzögerung im Freien gespielt werden.

So spielten sie

TC Oppau II - TC Mutterstadt 8:1

Einzel: Dana Heimen - Barbara Chartuvedi 6:2, 6:2; Anne Zehetgruber - Lisa Keller 6:4, 6:3; Lisa Ilzhoefer - Claudia Fischer 6:0, 6:4; Nadine Lang - Nina Fasch 6:4, 2:6, 10:8; Olga Schick - Daria Wilhelm 6:0, 6:0; Carolin Eisele - Christina Müller 6:4, 1:6, 4:10

Doppel: Dana Heime/Nadine Lang - Barbara Chaturvedi/Lisa Keller 6:1, 6:2; Lisa Ilzhoefer/Olga Schick - Nina Fasch/Daria Wilhelm 7:5, 6:1; Anne Zehetgruber/Carolin Eisele - Claudia Fischer/Christina Müller 6:0, 6:1.

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