HANDBALL
Eulen wollen zuhause gegen Dormagen zurück in die Erfolgsspur
Von Jochen Willner
Die Saison ist zwar noch nicht beendet. Aber der Blick geht mit dem angekündigten personellen Umbruch deutlich in Richtung nächste Spielzeit. Deshalb wird Cheftrainer Michel Abt in den verbleibenden Partien vorwiegend auf Akteure setzen, die auch in der kommenden Saison das rote oder schwarze Eulen-Trikot tragen werden.
Trotzdem will der Handball-Zweitligist Eulen Ludwigshafen auch seine Pflichtaufgaben in den verbleibenden sieben Spielen erfolgreich erledigen. Der Auftakt erfolgt am Mittwochabend, wenn der TSV Bayer Dormagen (19 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle) zu Gast sein wird. Keine leichte Aufgabe für die Sieben von Cheftrainer Michel Abt, der in den letzten Tagen in der Vorbereitung seine Mannschaft akribisch auf die Spielweise des kommenden Gegners eingestellt hat. Denn der Auftritt beim VfL Lübeck-Schwartau entsprach in keiner Weise den Ansprüchen des Trainers. „Die Art und Weise, wie wir das aufgetreten sind, geht nicht. In der Summe war das viel zu wenig“, sagte Abt.
Mannschaft steht in der Pflicht
Jetzt steht die Mannschaft in der Pflicht, ein anderes Gesicht zu zeigen. „Wir spielen zu Hause, da sind wir der Favorit. Und ich möchte, dass wir auch wie ein Favorit spielen“, fordert Abt. Er setzte in der Vorbereitung besonders die Schwerpunkte in der Defensive, aber auch auf das zuletzt eher schlampige, weniger erfolgreiche Überzahlspiel beim Angriff: „Ich will wieder schnellen, emotionalen und mutigen Handball sehen.“
Dabei richtet Michel Abt mit Co-Trainer Andrej Kogut verstärkt den Fokus auf jene Akteure, die auch in der kommenden Saison bei den Eulen unter Vertrag stehen. „Es ist für uns eine Phase gekommen, wo wir uns schon auf die kommende Spielzeit einspielen können“, verdeutlicht der Trainer. Während die sportliche Zukunft bei den Spielern, die keine neue Verträge erhalten, feststehe, hat sich Enes Keskic bereits von den Eulen verabschiedet und steht deshalb nicht mehr im Kader. Der Berliner mit bosnischen Wurzeln, der zuletzt nicht über Kurzeinsätze nicht hinauskam und verstärkt als „Aushilfe“ beim Drittligisten HLZ Friesenheim-Hochdorf im Einsatz war, hat die Geschäftsführung vorzeitig um Auflösung seines Vertrages gebeten. Letzte Details werden derzeit noch geprüft. Der Flügelflitzer ist inzwischen nach Berlin zurückgekehrt und hat sich entschlossen, seine Karriere zu beenden und wird im Herbst bei der Polizei eine Ausbildung beginnen.
Gegner hat Selbstvertrauen getankt
Damit dürfte Abt in den restlichen Partien auf dem linken Flügel auf das Gespann Tim Schaller und Lion Zacharias setzen und hofft, dass von dort wieder Torgefahr ausgeht. Denn gegen die Mannschaft von Trainer Mathias Flohr, die zuletzt gegen den HC Elbflorenz mit einem hart umkämpften 33:29 (18:18)-Sieg viel Selbstvertrauen im Kampf um den Klassenerhalt getankt hat, wird es nicht einfach. Nach dem jüngsten Erfolg möchten die Rheinländer ihren Erfolgstrend fortsetzen. Denn sie sind im Abstiegskampf noch nicht aller Sorgen ledig. Zwar beträgt der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz acht Punkte, aber der Dormagener Trainer will auf Nummer sicher gehen. „Wir befinden uns noch so lange im Abstiegskampf, bis wir rechnerisch durch sind. Wir sind auf einem guten Weg“, bestätigt der 41-Jährige.