Wochenspiegel RHEINPFALZ Plus Artikel Was ist in den Krankenhäusern los?

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Drei Corona-Infektionen am Klinikum in Landau und eine weitere am Vinzentius-Krankenhaus – geht jetzt der ganze Mist von vorne los? Nein, wohl eher nicht. Aber die Fälle zeigen, dass die Gefahr auch noch längst nicht gebannt ist.

Drei Corona-Infektionen am Klinikum und eine weitere am Vinzentius-Krankenhaus – geht jetzt der ganze Mist von vorne los? Nein, wohl eher nicht. Aber die Fälle zeigen, dass die Gefahr noch längst nicht gebannt ist.

Am Vinzentius hat sich eine Schülerin angesteckt. Sie gehörte nicht zur Priorität eins, hatte sich also noch nicht impfen lassen können, berichtet der stellvertretende Geschäftsführer Joachim Gilly. Dort sind inzwischen 560 Mitarbeitende geimpft, 160 auch bereits zum zweiten Mal mit Biontech. Sie dürften weitestgehend auf der sicheren Seite sein. Die übrigen warten noch auf ihre zweite Impfung, die wohl um Pfingsten erfolgen soll. In der Pflege gibt Gilly die Impfbereitschaft mit deutlich über 80 Prozent an, in der Ärzteschaft mit 94 Prozent.

Eventuelle Bedenken und Vorbehalte, die eine noch höhere Impfquote verhindern, seien überwiegend dem Astrazeneca-Impfstoff zuzuschreiben, bei dem es, wie man jetzt weiß, in sehr seltenen Fällen zu lebensgefährlichen Thrombosen in Gehirnvenen kommen kann. Dieser Impfstoff soll daher nur noch Menschen ab 60 Jahren verabreicht werden.

Auch zwei der drei Infektionen am Klinikum Landau-Südliche Weinstraße betreffen Mitarbeiter, die zwar erstgeimpft sind, aber noch auf ihre Zweitimpfung warten, teilt Pressesprecherin Martina Galow mit. An den drei Klinik-Standorten sind seit 18. Februar 520 Menschen erstgeimpft, ausschließlich mit Astrazeneca. Auch die Kliniksprecherin vermutet, dass die „Impfbereitschaft noch etwas höher gewesen wäre, wenn uns ein anderer Impfstoff zugeteilt worden wäre“. Beim Astrazeneca-Impfstoff beträgt die Frist bis zur Zweitimpfung zwölf Wochen – eine Chance, die sich das Virus nicht entgehen lässt. Doch auch wenn die Erstimpfung keinen vollständigen Schutz bietet, senkt auch sie das Risiko schwerer Erkrankungen erheblich.

An beiden Krankenhäusern ist die Frage, wann es mit welchem Impfstoff weitergeht, noch unbeantwortet. Denn die Ständige Impfkommission empfiehlt als zweite Dosis für Menschen unter 60 einen anderen Wirkstoff.

Kurz: Die neuerlichen Infektionen an den Kliniken sind ein Warnsignal, dass Vorsicht weiterhin das oberste Gebot sein muss. Aber dass es noch einmal zu langen Aufnahmestopps kommt, ist eher unwahrscheinlich.

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