Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Fitnesstrainer vor Heimspiel-Debüt im Queichtalstadion

Lorenz Schmitt
Lorenz Schmitt

Im Heimspiel des FSV Offenbach am Sonntag (16 Uhr) in der Fußball-Verbandsliga gegen die TuS Marienborn könnte ein Neuzugang sein Debüt im Queichtalstadion feiern.

Der 23-jährige Lorenz Schmitt stand beim 1:0-Pokalsieg in Schifferstadt erstmals in der Startelf. Er kommt vom TuS Reinsfeld aus der Kreisliga A Trier/Saarburg. Zuvor spielte er drei Jahre beim FV Morbach in der Rheinlandliga. Beim SV Eintracht Trier hatte er alle Jugendklassen durchlaufen.

Seit Sommer 2022 hat Schmitt seinen Lebensmittelpunkt in eine Dreier-WG in Landau. An der Universität studiert er Lehramt an Förderschulen. Ein Jahr lang fuhr er zu den Spielen am Wochenende in seine Heimat im 140 Kilometer entfernten Naturpark Saar-Hunsrück. Der zeitliche Aufwand war sehr hoch. Schmitt beschloss, sich einem südpfälzischen Verein anzuschließen. Über Luca Felix entstand der Kontakt zum Trainerteam des FSV, das ihn zum Training einlud. Coach Daniel Jahnke erzählt: „Ich habe spätestens nach der vierten Einheit gemerkt: Das passt, der bringt uns weiter.“

Option für die Innenverteidigung

Jahnke lobt Zweikampfstärke und intelligente Spieleröffnung des 1,90 Meter großen Spielers, der im defensiven Zentrum flexibel einsetzbar ist. Jahnke sieht ihn als Option für die Innenverteidigung und die Sechser- oder Achterposition.

Schmitt hat zwei Drittel der Vorbereitung absolviert. Im August tütete FSV-Geschäftsführer Reinhold Lutz den Wechsel ein. Im Derby gegen Zeiskam beeindruckten ihn die Dynamik seiner neuen Mitspieler und die Kulisse. „Ich habe mich wirklich bestens eingelebt. Training und Spielvorbereitung laufen äußerst professionell ab“, sagt Schmitt.

Praktikum an Förderschule

Gerade absolviert er ein mehrwöchiges Praktikum an einer Förderschule in seiner Heimat. Unter der Woche hält er sich in seinem Heimatverein fit, zum Abschlusstraining freitags ist er wieder in Offenbach. Sein zweites Hobby hat er zum Nebenberuf gemacht: In einem Landauer Studio jobbt er als Fitnesstrainer. Warum ist er leidenschaftlicher Anhänger von Eintracht Frankfurt? Er meint lachend: „Mein Vater ist glühender HSV-Fan und hat mich immer zu den Auswärtsspielen in der Region mitgenommen. Die Stimmung und Begeisterung der Fans im Waldstadion haben mich schon als kleiner Junge fasziniert.“

Verkehrte Welt bei den Gästen aus dem Südwesten von Mainz. Der Vizemeisterschaft im Sommer folgte der letzte Tabellenplatz nach katastrophalem Start. Vor dem Derby bei der TSG Bretzenheim hat Trainer Ali Cakici mit Erfolg Routiniers ausgegraben. In einer emotionalen Partie gelang mit 3:0 der erste Saisonsieg. Die Leistungsträger Pascal Stasiecki und Moritz Breier sind gesperrt. Cakici sitzt nach seiner Sperre erstmals wieder in Offenbach auf der Bank. Der 56-Jährige gewann 2011 mit Tomas Oral mit dem Sachsenpokal den ersten Titel in der Vereinsgeschichte von RB Leipzig. Danach folgte er Oral als Cotrainer für zwei Jahre zum Zweitligisten FC Ingolstadt. Mit 41 Jahren gab Cakici für den ASV Mainz 88 sein Debüt in der Ringer-Bundesliga.

Ohne Lukas Gorin

Offenbachs Coach Daniel Jahnke ist zuversichtlich: „Wir lassen uns was einfallen, um die gefährlichen Schaltzentralen im Mittelfeld einzuengen. Ich will diese Partie gewinnen.“ Neben den Langzeitverletzten Jan Löffelmann und Jonas Mittenbühler fällt auch Lukas Gorin aus: Er zog sich eine Absplitterung im Sprunggelenk zu.

Oberliga-Referee Benedikt Steitz (Gundersheim) leitet die Partie. In der Vorsaison hat er die Spiele TB Zeiskam - Hassia Bingen und FC Kandel - Phönix Schifferstadt gepfiffen.

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