Rodalben
Zweibrücker Firma plant großen Wohnpark in Rodalben
Das Gelände für den „Wohnpark Am Rohrweiher“ umfasst 21.500 Quadratmeter. 30 Einzelgrundstücke soll es hier geben. Das Wohngebäude bleibt erhalten und steht zum Verkauf. Planer Michael Schank (Neunkirchen) stellt sich für die ebene Fläche zwischen dem Petersberger Weg und der L497 einen „Wohnmix für Generationen“ vor.
Dieser Wohnpark soll sich zusammensetzen aus Einzelgrundstücken mit einer Größe von etwa 700 Quadratmetern, aus Reihenhäusern und aus zwei kleineren Mehrfamilienhäusern. Die Reihenhäuser richten sich laut Wolf & Sofsky-Geschäftsführer Marcus Reister an „junge Familien mit kleinem Budget“, die Eigentum erwerben wollen. Die Mehrfamilienhäuser verstehen sich als Angebot für Ältere, denen zum Beispiel ihr Eigenheim zu groß geworden ist und „die keinen Garten mehr haben möchten“.
Miteinander der Generationen
Als Vorteile des Neubaugebiets nannten beide im Stadtrat das Miteinander der Generationen, die Nähe zum Einkaufszentrum, den geplanten urbanen Grünzug samt Kinderspielplatz als Treffpunkt. Der Investor erschließt die Grundstücke und verkauft sie zur „zeitnahen Bebauung“, möglichst in den nächsten fünf Jahren. Der Quadratmeterpreis soll zwischen 100 und 150 Euro liegen.
Für die Reihenhäuser bestehen Vorgaben, sie werden im Rohbau erstellt. „Wenn es schnell geht“, so Reister, kann der Verkauf „im nächsten Frühjahr beginnen“. Der Zeitrahmen hänge vom Planungsrecht ab.
Rodalbens Bürgermeister Claus Schäfer wertschätzte das Angebot des Investors, meldeten sich doch „täglich Anrufer, die sich nach Bauland“ erkundigten. Torsten Striehl (SPD) fragte nach der „Ausgleichsfläche für ein Gewerbegebiet“, wenn das Areal „Am Rohrweiher“ zur reinen Wohnbebauung genutzt werde. Dietmar Ulmer (SPD) wünschte „eine Konzeption für die Stadtentwicklung“.
Im zweiten Anlauf nahm das Bauvorhaben am „Hungerpfuhl“ die Hürde der Zustimmung durch den Stadtrat. An der Ecke von Ketteler- und Neuhofstraße sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils zehn Wohneinheiten unterschiedlicher Größe entstehen: dreistöckig, mit Garagen im Untergeschoss und zurückversetztem Staffelgeschoss oben, das nicht als Vollgeschoss gilt.
Klaus Baumgart stellte seinen Planentwurf vor, wofür, wie er betonte, der Bebauungsplan „rechtskräftig vorliegt“. Die Fläche sei von Anfang an (schon 1991) für ein Mehrfamilienhaus vorgesehen gewesen. Zwei Gebäude, schräg versetzt, bildeten den Wohnblock, was die Ansicht auflockere. Gleiches bewirke das Staffelgeschoss, Die geschlossene Bauweise entstehe durch die Verbindung der Gebäude mit einem Zwischenbau im Untergeschoss.
Der Stadtrat diskutierte nicht mehr öffentlich über das Projekt, das er beim ersten Mal noch zurückgestellt hatte. Es gab eine Enthaltung.