Waldfischbach-Burgalben RHEINPFALZ Plus Artikel Schenk stellt Seniorenzentrum und Angebot für betreutes Wohnen vor

Wo derzeit noch die Brandruine des ehemaligen Hotel Martin steht, plant die Schenk-Gruppe aus Pirmasens ein Angebot für betreute
Wo derzeit noch die Brandruine des ehemaligen Hotel Martin steht, plant die Schenk-Gruppe aus Pirmasens ein Angebot für betreutes Wohnen und eine ambulante Tagespflege. Das Gebäude, das über eine Tiefgarage verfügt, soll wie auf dem Bild aussehen. Inklusive der Wohnungen unterm Dach wird Wohnen auf vier Etagen im Ortszentrum ermöglicht.

25 Millionen Euro will die Schenk-Gruppe aus Pirmasens in Waldfischbach-Burgalben investieren. Entstehen sollen das „Seniorenzentrum Am Rathaus“ und ein Angebot für ambulante Tagespflege mit Wohnungen für „Wohnen 65+“ auf dem Gelände des ehemaligen Hotel Martin. Nun hat der Investor präsentiert, wie die Projekte aussehen sollen.

Die Schenk-Gruppe hat den Bebauungsplan für die Seniorenresidenz und die Bauvoranfrage für die Einrichtung für betreutes Wohnen auf dem ehemaligen Hotel-Gelände vorgelegt. Damit sind die nächsten Schritte auf den Weg gebracht. Beide Einrichtungen sollen von der Marienhaus GmbH betrieben werden, mit der die Schenk-Gruppe einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 25 Jahren vereinbart hat.

Dort, wo aktuell noch das ehemalige Hotel Martin steht, sowie auf der Fläche des direkt ans frühere Hotel angrenzenden Gebäudes, das gleichfalls abgerissen werden soll, soll das Angebot für betreutes Wohnen entstehen. 25 Wohnungen sind auf vier Stockwerken, inklusive dem ausgebauten Dachgeschoss, geplant. Geparkt wird in einer Tiefgarage. Das Gebäude fügt sich modern in die Umgebung ein, wird von der Straßenseite her flankiert von einem alten Fachwerkhaus (links) und der früheren katholischen Kirche. Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Der Neubau ist an die Höhe des früheren Hotels angepasst, wird rund 13 Meter (Firsthöhe) hoch. Geplant ist ein Flachdach, dessen Randbereich mit 45 Grad geneigt ist, damit es sich optisch in die ortsübliche Bebauung einfügt. Diesem Wunsch habe man Rechnung getragen, erläuterte Manfred Schenk am Donnerstag im Bauausschuss.

„Keine Konkurrenz für ambulante Pflegedienste“

Er wolle noch einmal klarstellen, dass in dem Gebäude zehn bis 15 Tagespflegeplätze vorgesehen seien. Eine Konkurrenz zu den beiden ambulanten Pflegediensten im Ort, die mit vielen Fahrzeugen unterwegs sind, um Betroffenen zu Hause zu helfen, sei dieses Angebot nicht, sagte Bürgermeister Michael Oestreicher (BWB), der sich gemeinsam mit Schenk und einem Vertreter des Verbandsgemeinde die örtlichen Gegebenheiten im Vorfeld noch mal angeschaut hatte.

Das Gebäude in der Hauptstraße verfügt über 2516 Quadratmeter Geschossfläche, die sich recht gleichmäßig über die vier Etagen verteilen, die zwischen 650 und 600 Quadratmeter aufweisen. Da es für den Bereich der Hauptstraße, wo das Gebäude entstehen soll, keinen Bebauungsplan gibt, ist aufgrund der vorhandenen Bebauung von einem Mischgebiet auszugehen. In diesem ist das Vorhaben zulässig. Baurechtlich spricht also nichts gegen das Gebäude. Deshalb empfiehlt der Ausschuss dem Gemeinderat, der am kommenden Dienstag tagt, das Einvernehmen mit der Bauvoranfrage zu erteilen.

Glasbrücke verbindet zwei Gebäude

Für das zweite Projekt, das „Seniorenzentrum Am Rathaus“, hat der Gemeinderat Anfang September beschlossen, einen Bebauungsplan aufzustellen. Den Plan legte die Schenk-Gruppe jetzt vor. Das Seniorenzentrum soll in zwei Gebäuden, die durch eine Glasbrücke miteinander verbunden werden, ein stationäres Pflegeangebot sowie weitere Möglichkeiten für betreutes Wohnen bieten. Die Gebäude entstehen im Bereich hinter der Rats-Apotheke und der Protestantischen Kirche – der vorhandene Parkplatz muss verändert werden – sowie der früheren Reinigung Rzittka in der Hauptstraße. Begrenzt wird das Gebiet durch die Moosalbe. Der Fußweg zur Moosalbe und zur dortigen Brücke, die eine Verbindung zur Bahnhofsseite herstellt, bleibt erhalten.

Öffentliche Parkplätze bleiben bestehen

Die 30 öffentlichen Parkplätze, die aktuell vorhanden sind, werden neu angeordnet. Sie orientieren sich dann stärker an der Längsseite des geplanten Gebäudes. Unter diesem entsteht ebenfalls eine Tiefgarage, beispielsweise für Mitarbeiter. An der Anzahl der öffentlichen Parkplätze ändere sich nichts, erläuterten Schenk und Oestreicher. Der Bebauungsplan wird noch so geändert, dass für das Gebäude, in dem Uhren Lehmann zu finden ist, eine Erweiterungsmöglichkeit geschaffen wird. Gespräche darüber waren vor der Ausschusssitzung geführt worden. Diese Veränderung sagten die Vertreter der Schenk-Gruppe zu.

Festgesetzt werden soll ein Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Seniorenzentrum“. Die Gebäude, die hier entstehen sollen, haben eine Höhe von etwa 16 Metern. Die Dächer der Hauptgebäude werden eine Neigung zwischen zehn und 60 Grad aufweisen.

Der Ausschuss empfiehlt dem Rat, den Bebauungsplan inklusive der Veränderung beim Uhren-Lehmann-Gebäude am Dienstag ins weitere Verfahren zu geben. Nächste Schritte wären dann die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie die Vorlage des Planes bei Fachbehörden, den sogenannten Trägern öffentlicher Belange.

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