Rieschweiler-Mühlbach RHEINPFALZ Plus Artikel Gemeinde will ein Bürgermobil kaufen und Verkehrslärm bekämpfen

Anwohner der Ortsdurchfahrt beklagen sich über Verkehrslärm.
Anwohner der Ortsdurchfahrt beklagen sich über Verkehrslärm.

Ein Bürgermobil, damit alle Einwohner ohne Fahrzeug zum Einkaufen oder zum Arzt kommen, würde die Gemeinde Rieschweiler-Mühlbach seit Monaten gerne ins Leben rufen. Dies ist Thema am Mittwoch im Gemeinderat.

Bisher war die Ausgabe dafür von der Kommunalaufsicht nicht genehmigt worden. Im Nachtragshaushalt, den der Gemeinderat am Mittwoch beraten wird, sind die Kosten für den Kauf eines Bürgermobils und eines Pavillons enthalten. Für den Transport der Bürger haben sich schon Ehrenamtliche als Fahrer bei Bürgermeister Peter Roschy gemeldet. Einen Transportschein brauchen die Fahrer in diesem Fall nicht, weiß der Ortschef: „Bei ehrenamtlichen Fahrern gibt es für die Bürgermobile Ausnahmeregelungen.“ Es ist daran gedacht, die Fahrten zunächst an zwei Tagen in der Woche anzubieten. „Dazu melden sich die Fahrgäste einen Tag vorher an und sagen, wann sie wohin wollen und wann wir sie abholen müssen.“ Die zwei Tage sollen aber, je nach Nachfrage, noch ausgeweitet werden. Fahrpreise gibt es keine, „aber Spenden sind natürlich willkommen“, schmunzelt Roschy.

Die Ratsmitglieder diskutieren auch über einen Pavillon, der ein kleines Büro und eine Küche für den Fahrer beinhalten soll. „Hier müssen die Papiere übergeben werden, der Fahrer kann sich mal eine Tasse Kaffee zum Aufwärmen kochen und im Büro die Anrufe entgegennehmen.“ An den Pavillon soll ein Dach angebaut werden, damit das Bürgermobil untergestellt werden kann. Als Standort käme eine Fläche am Netto-Markt in Betracht.

Unzufrieden sind die Bürger über die Verkehrssituation. Im Ortsteil Höhmühlbach wurden 70 Unterschriften gesammelt, weil die Raserei und der LKW-Verkehr in der Pirmasenser Straße zunehmen. Auch in der Ortsdurchfahrt Richtung Thaleischweiler beschweren sich die Anlieger immer wieder. Neben dem starken LKW-Verkehr kommen dort noch Straßenschäden hinzu. „Durch die Lärmbelästigung leidet die Lebensqualität“, weiß Roschy. Auch in der Stichstraße an der Brücke sind die Anwohner unzufrieden mit dem Verkehr. Im Rat soll nun besprochen werden, wie für Abhilfe gesorgt werden kann. Da es sich um Landes- und Kreisstraßen handelt, wäre ein öffentlicher Brief an die Kreisverwaltung und den Landesbetrieb für Mobilität (LBM) denkbar, so Roschy.

Der Gemeinderat tagt am Mittwoch um 19 Uhr in der Pfaffenberghalle.

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