Südwestpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Freibäder erstellen Konzepte

Weniger Gewusel, mehr Abstand: Das Wasgaufreibad Hauenstein bereitet sich auf die Öffnung im Corona-Sommer vor.
Weniger Gewusel, mehr Abstand: Das Wasgaufreibad Hauenstein bereitet sich auf die Öffnung im Corona-Sommer vor.

Die gute Nachricht für Schwimmbadfreunde: Freibäder dürfen ab 27. Mai öffnen. Die Betreiber in Dahn, Hauenstein und Heltersberg möchten Badebetrieb im Sommer ermöglichen. Wie ein Schwimmbadbesuch im Corona-Sommer 2020 aussehen kann, das soll bis Mitte nächster Woche geklärt werden.

Wichtige Voraussetzung für die Verbandsbürgermeister Michael Zwick (Dahn) und Lothar Weber (Waldfischbach-Burgalben) sowie Hauensteins Ortsbürgermeister Michael Zimmermann: Das Land Rheinland-Pfalz müsse konkretisieren, welche Vorgaben zwingend umzusetzen sind. „Wir wissen, dass auf den Liegeflächen Abstand einzuhalten sein wird“, sagt Weber, in dessen Verantwortung das Bergbad Heltersberg fällt, das 50 Jahre alt wird. Statt Jubiläumsparty ist eingeschränkter Badebetrieb angesagt. „Wir werden jetzt ausmessen, gehen nach ersten Schätzungen von etwa 500 Badegästen aus, die gleichzeitig im Bad sein können“, skizziert Weber. Ob es eine Höchstgrenze gibt und wie die Wege der Besucher gelenkt werden, um möglichst vielen das Baden zu möglichen, muss geklärt werden. An heißen Sommertagen tummelten sich schon bis zu 2500 Badegäste im Bergbad. Eine Größenordnung, die auch im Felsland-Badeparadies in Dahn (2000 Gäste im Freibad) und im Wasgaufreibad Hauenstein (2500) erreicht wird.

Konkrete Vorgaben

In normalen Jahren könnte Hauenstein den Schwimmbadbetrieb Ende Mai aufnehmen, sagt Bürgermeister Michael Zimmermann. Das Bad wird bereits fit gemacht für die Saison. Was fehlt, sind konkrete hygienische Vorgaben während der Corona-Pandemie, etwa bei den Sanitäranlagen. „Natürlich wird man auch genau hinschauen müssen, welche finanziellen Folgen diese Mehraufwendungen haben.“ Für die Schwimmbäder würden auf Landes- oder Bundesebene Entscheidungen getroffen, „aber die Verantwortung liegt dann vor Ort. Das ist nicht immer einfach“, sagt Zimmermann.

27. Mai in Dahn

„Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit unserem Personal den Mehraufwand bewältigen können“, sagt Dahns Verbandsbürgermeister Michael Zwick. Die Infrastruktur des Felsenland-Badeparadieses unterscheidet sich von den beiden anderen, weil hier noch Hallenbad und Sauna dazugehören. Diese Einrichtungen dürfen erst am 10. Juni öffnen.

Mit aller Vorsicht, denn auch in Dahn läuft noch die Detailplanung, „ist es unser Ziel, das Bad tatsächlich am 27. Mai zu öffnen“, sagt Zwick. „Bei uns spielt das Bad im Zusammenhang mit Tourismus/Hotellerie eine wichtige Rolle. Das alles fährt jetzt ja auch gerade hoch.“ Auch in Dahn sei klar, dass der Unterhalt des Badebetriebs in diesem Jahr teurer wird. Durch die Erfahrungen, über die man im Felsenland-Badeparadies als Gesamteinrichtung verfüge, „bin ich mir sicher, dass wir unabhängig von der Entscheidung, wie es gelöst wird, ganz schnell mögliche Zugangsregelungen umsetzen können“, sagt Zwick. Badbetreiber diskutieren zum Beispiel über begrenzte Zeitfenster für den Besuch und Vorbuchungen der Gäste.

Vernunft der Gäste

Die drei Kommunalpolitiker unterstreichen, dass es beim Badespaß im Sommer auf Vernunft und Verständnis der Gäste ankommt. Die VG Waldfischbach-Burgalben hat 2019 unfreiwillig ein paar Erfahrungen gesammelt, als beim Bergbad, bedingt durch den Ausfall eines Mitarbeiters, die Öffnungszeiten verkürzt wurden. Deshalb sei klar, sagt Weber: „Das Ordnungsamt wird bei den Planungen für die Öffnung des Bades eine wichtige Rolle spielen. Wir möchten den Mitarbeitern im Bad die möglicherweise unnötigen Diskussionen mit Badegästen ersparen.“ Läuft alles nach Plan, könnte im Bergbad Heltersberg Mitte Juni der Badespaß beginnen.

x