Hauenstein RHEINPFALZ Plus Artikel Die Küstentanne soll dem Klimawandel trotzen

Dort, wo im Hauensteiner Forst Gatter stehen, werden bald Küstentannen gepflanzt.
Dort, wo im Hauensteiner Forst Gatter stehen, werden bald Küstentannen gepflanzt.

Wanderern, die über den „Seniorenweg“ vom Wasgaubad aus das Wanderheim „Dicke Eiche“ ansteuern, werden im langen Dümpel linkerhand des Weges mehrere mannshohe Holzgatter auffallen. Was hat es damit auf sich?

Revierleiter Gerald Scheffler vom Forstamt Hinterweidenthal, der für den Staatswald und die Gemeindewälder Darstein, Dimbach, Hauenstein, Lug, Schwanheim und Spirkelbach zuständig ist, klärt auf: Im Herbst wolle der Forst in diesen Gattern die amerikanische Küstentanne, die wissenschaftlich unter dem Namen „Abies grandis“ geführt wird, auspflanzen und beobachten, wie der Baum mit den Bedingungen im Wasgau zurechtkommt.

„Die Küstentanne ist ein frostunempfindlicher Baum, der auch resistenter gegen klimatische Veränderungen, beispielsweise längere Trockenheit, ist“, beschreibt der Förster die Vorzüge des Nadelbaumes. Die fünfmal fünf Meter großen Gatter seien ein wichtiger Schutz für die jungen Pflanzen: „Ohne den Holzverschlag hätten die Pflanzen keine Chance hochzukommen und würden durch das Wild verbissen“, sagt Scheffler. In den fünf Verschlägen sollen jeweils 30 Küstentannen gepflanzt werden. Natürlich werde der Forst, so betonte Scheffler, weiter auf Mischwald setzen und in diesem Bereich im Dümpel auch eine Vielzahl von Buchen setzen.

Die Küstentanne wird als Baum beschrieben, der bis zu 80 Meter hoch werden und einen Stammdurchmesser von über 1,50 Meter erreichen kann. Er könnte als Ersatz für die heimische Fichte dienen, die unter den neuen klimatischen Bedingungen offensichtlich besonders leidet. Die Küstentanne wächst schnell und kann wie die Fichte als Konstruktions- oder Bauholz verwendet werden.

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