Waldfischbach-Burgalben RHEINPFALZ Plus Artikel Anderthalb bis zwei Jahre Bauzeit für neue Seniorenresidenz

So wird es in der Hauptstraße in Waldfischbach-Burgalben aussehen, wenn die beiden Seniorenwohnprojekte gebaut sind. Im Vordergr
So wird es in der Hauptstraße in Waldfischbach-Burgalben aussehen, wenn die beiden Seniorenwohnprojekte gebaut sind. Im Vordergrund das große Pflegeheim mit 105 Zimmern hinter dem alten Rathaus und der Protestantischen Kirche. Einige Meter weiter, wo jetzt noch die Brandruine des Hotels Martin steht, wird ein Wohnhaus mit 15 Wohnungen für sogenanntes Service-Wohnen gebaut.

Die Grundstücke sind gekauft, die Baupläne zur Genehmigung eingereicht und mit der Kreisverwaltung sei man in guten Gesprächen. Manfred Schenk ist guter Dinge. Der Pirmasenser plant in Waldfischbach-Burgalben eine Seniorenresidenz.

Im zweiten Quartal, wenn alles gut geht, bereits zu Quartalsbeginn im April, soll mit dem Bau der Seniorenresidenz „Am Rathaus“ und der dazugehörigen Einrichtung Service-Wohnen, ein Angebot für betreutes Wohnen, in Waldfischbach-Burgalben begonnen werden. Das sagte Manfred Schenk, dessen Unternehmensgruppe Schenk die Angebote für Seniorenwohnen baut. Betreiber wird die Firma Alloheim, der zweitgrößte deutsche private Pflegeanbieter in Deutschland. Beide Objekte, die zusammengehören, sollen zeitgleich gebaut werden. Mit einer Bauzeit von 18 bis 24 Monaten sei zu rechnen, skizzierte er, dass in der Hauptstraße in Waldfischbach-Burgalben die Bauarbeiter lange das Bild bestimmen werden. Mit Abrissarbeiten auf beiden Arealen wird begonnen werden.

Corona, sagte Schenk, habe vieles beeinflusst. Auch das Projekt Seniorenwohnen in Waldfischbach-Burgalben. „Wir waren hier ja angetreten mit dem Betreiber Marienhaus GmbH“, erinnerte Schenk in der Ratssitzung am Donnerstag, in der der aktuelle Projektstand erläutert wurde. Unter anderem vor dem Hintergrund der Unwägbarkeiten, die Corona mit sich bringt, sei es nicht gelungen, mit der Marienhaus GmbH den geplanten Mietvertrag über 25 Jahre über beide Objekte abzuschließen. Gut sei gewesen, dass die Schenk-Gruppe bei einem anderen Projekt bereits mit Alloheim zusammengearbeitet habe, der Kontakt vorhanden war und man den privaten Pflegeanbieter davon überzeugen konnte, das Projekt in Waldfischbach-Burgalben zu übernehmen. Die abgeschlossenen Mietverträge laufen 25 Jahre.

Anderer Betreiber, andere Vorstellungen

Ein anderer Betreiber bedeute auch immer, dass es andere Vorstellungen davon gebe, wie eine Einrichtung auszusehen habe. Das sei auch in diesem Fall so, sagt Schenk. Gegenüber den ursprünglichen Planideen, die zum Beispiel beim Seniorenpflegeheim noch eine Tiefgarage vorgesehen hatten, zwei Gebäude, die per Glaskubus verbunden werden, gibt es deutliche Veränderungen nach Abstimmung mit dem künftigen Betreiber. Deshalb sei es positiv, dass der Rat damals dem Wunsch der Unternehmensgruppe entsprochen habe, keinen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen, sagte Schenk und bedankte sich dafür noch mal bei dem Gremium. Wäre ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt worden, „hätten wir die jetzt notwendigen Veränderungen nicht einfach vornehmen können, hätten den Bebauungsplan ändern müssen und das hätte wohl eine Verzögerung von mindestens einem Jahr mit sich gebracht“, sagte Schenk.

Dass immer wieder mit nicht einkalkulierbaren Überraschungen gerechnet werden müsse, habe sich just diese Woche gezeigt, verwies Schenk auf die Entscheidung von Wirtschaftsminister Robert Habeck die Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude vorzeitig zu stoppen. Solche Mittel seien bei der Finanzierung natürlich auch einkalkuliert worden.

Pflegeheim hinter dem Rathaus

Die eingereichten Baupläne sehen jetzt so aus, dass hinter dem alten Rathaus und der protestantischen Kirche das Seniorenpflegeheim entsteht. Es wird nun ein L-förmiger Bau – die längere Seite hinter dem Rathaus –, der vier Geschosse hat. Das Dach wird ein Blechdach. Die Zufahrt erfolgt über die Hauptstraße 44. Das ist von Kaiserslautern kommend, kurz nach dem Kurvenbereich. Dort sind die Parkplätze angelegt, die sich um eine kleine Grünzone herum gruppieren. 15 Stellplätze, wie gesetzlich verlangt, sind hier vorgesehen. Die reichen, sagte Schenk auf Nachfrage von Bürgermeister Michael Oestreicher (BWB), ob dann nicht davon ausgegangen werden müsse, dass sehr viele öffentliche Parkplätze – die es im Ort auch nicht im Überfluss gibt – zugeparkt werden. Das gesamte Areal des Pflegeheims umfasst 4800 Quadratmeter. Der Weg zum Steg an der Moosalb, der vom bestehenden öffentlichen Parkplatz hinter der Kirche zum Bahnhof führt, verläuft künftig auf Gelände des Seniorenheims, kann aber weiter genutzt werden, sagte Schenk auf Nachfrage von Michael Lehmann (FWG). Das sei im städtebaulichen Vertrag entsprechend geregelt worden, erinnerte Schenk.

Wo die Parkplätze sind, befindet sich der vorgebaute Haupteingang des Seniorenheims. 105 Zimmer wird das Heim haben. Alles rollstuhlgerechte Einzelzimmer, erläuterte Schenk. Diese verteilen sich auf die Geschosse zwei bis vier. In jedem Geschoss gibt es die für die Gruppen kleineren Gemeinschaftsräume. Im Untergeschoss sind die funktionalen Räume, wie die Büros der Heimleitung, Küche, Hausmeister und der große Mehrzweckraum, in dem unter anderem gegessen wird. Hier können auch die Bewohner des zweiten Projektes, des sogenannten betreuten Wohnens essen, sagte Schenk. Das Service-Wohnen, wie diese Angebotsform heißt, wird einige Meter vom Seniorenheim in der Hauptstraße realisiert. Dort wo derzeit noch die Brandruine des früheren Hotel Martin steht, wird das Haus gebaut. Das neue Gebäude hat drei Vollgeschosse, auf die sich 15 Wohnungen verteilen. Alle mit einer Wohnfläche von 50 bis 60 Quadratmeter. Dazu kommen sieben Stellplätze. Es werde ein reines Wohngebäude, sagte Schenk.

x