Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Nanz-Dietschweiler: Mit breiter Brust ins Spitzenspiel

SVN-Mannschaftsführer Paul Kopp (Mitte) im Hinspiel gegen den SV Kirchheimbolanden am Ball
SVN-Mannschaftsführer Paul Kopp (Mitte) im Hinspiel gegen den SV Kirchheimbolanden am Ball

Noch acht Partien stehen in der Bezirksliga an. Der SV Nanz-Dietschweiler muss bei Spitzenreiter Kirchheimbolanden versuchen, den Anschluss an den Relegationsplatz nicht zu verlieren, auf dem die TSG Wolfstein-Roßbach steht. Schönenberg braucht Punkte im Abstiegskampf.

Wie immer ein Tanz auf letzter Rille: Die Bepas stehen aktuell auf Rang vier in der Bezirksliga. Und damit kann die Mannschaft unter der Leitung von Thomas Löber angesichts der heiklen Kadersituation mehr als zufrieden sein. Am kommenden Sonntag steht eine Auswärtspartie in Contwig an. Dabei erinnert man sich besonders gerne an das Hinspiel.

Über Ostern stand für die Bepas keine Ligapartie an. In der Woche zuvor besiegten sie den VB Zweibrücken knapp mit 1:0. „Der Sieg war hochverdient, aber insgesamt war es trotzdem ein sehr schwieriges Spiel.“ Denn die stark abstiegsbedrohten Zweibrückener spielten Konterfußball. Aber die Blau-Weißen hielten hinten die Null und brachten ihre Führung über die Zeit.

Im Hinspiel fertigten die Bepas den anstehenden Gegner mit 9:1 ab. Doch Löber bleibt realistisch: „Ich denke nicht, dass es wieder so kommt.“ Denn der stark abstiegsbedrohte SV Palatia Contwig wird alles daran setzen, etwas Zählbares mitzunehmen.

Sehr mutig, sehr zielstrebig

Leidenschaftlich und souverän setzten sich die Nanzdietschweilerer zuletzt gegen den SV Alsenborn durch. Um aber eine realistische Chance auf den zweiten Platz zu behalten, muss weiterhin gepunktet werden. Als wäre das nicht schon schwer genug, klopft am Sonntag auch noch der Primus an.

„Ich war sehr zufrieden mit unserer Leistung“, blickt Spielertrainer Fabian Lauder auf die Alsenborn-Partie zurück. Auch in der Höhe sei der 6:2-Erfolg verdient gewesen. „Wir waren sehr mutig, sehr zielstrebig und haben uns viele Chancen herausgespielt“, erklärt Lauder. Zudem sei die Defensivarbeit äußerst erfreulich gewesen: Die beiden Gegentore resultierten aus Freistößen.

Dieser dominante Auftritt sollte jetzt als Schwung für die anstehende große Aufgabe genutzt werden. Denn es geht nach Kirchheimbolanden zum Tabellenführer. Lauder sieht die Gesamtsituation höchst positiv. „Wir können sehr stolz darauf sein, dass wir uns dieses Spitzenspiel erarbeitet haben“, sagt der Spielertrainer. Er verspüre aktuell eher positiven Druck. „So ein Spitzenspiel ist nicht selbstverständlich und soll vor allem Spaß machen.“ Vor dem Primus hat Lauder gehörig Respekt. „Ich erwarte eine Mannschaft, die extrem viel Qualität hat, die gleichzeitig mega abgezockt spielt und hinten sehr gut steht“, analysiert der Trainer. Der erste Platz sei für ihn nicht weiter verwunderlich. Positiv ist zu vermelden, dass Eduard Deschtschenja zurückkehrt.

Gegen den Mitkonkurrenten Partie gedreht

Der TuS Schönenberg tritt aktuell mit einer deutlichen Körpersprache auf. Die Quintessenz ist dabei immer dieselbe: Der TuS will unter keinen Umständen absteigen. Vergangene Woche konnte er gegen einen direkten Konkurrenten die Partie drehen. Kampfgeist und Moral trugen ihre Früchte. Die Elf unter der Leitung von Konni Weis geriet gegen die VB Zweibrücken nach acht Minuten in Rückstand. Auch für den kampfstarken Gegner stand viel auf dem Spiel. Letztlich drehten die Schönenberger in Halbzeit zwei auf und stellten in der Nachspielzeit auf 3:1. Der Anschluss per Elfmeter in der sechsten Minute der Nachspielzeit war für die Zweibrückener nur noch Ergebniskosmetik.

Um aber über dem Strich zu bleiben, dürfen die Leistungen nicht abbauen. Denn die Konkurrenten Fehrbach und Battweiler punkten ebenfalls. Gegen die SpVgg Waldfischbach-Burgalben kassierten die Schönenberger im Hinspiel ein 0:6. Spielleiter Timmy Weis ist dennoch zuversichtlich: „Wir wollen dieses Mal etwas Zählbares mitnehmen.“

Vorsprung auf Platz drei gewahrt

Das war ein knappes Ding. Mit 3:2 gewann die TSG Wolfstein-Roßbach zuletzt gegen die SG Rockenhausen/Dörnbach. 3:0 lag die TSG vorne, ehe der Gast kurz vor und nach der Halbzeit zu seinen Toren kam. Mehr sollte diesem aber nicht mehr gelingen. „Wir haben die Chancen zum vierten oder gar fünften Tor, nutzen diese nicht. Stattdessen die Fehler zu den Gegentoren. Da wurde es unnötig spannend. Am Ende war es aber dennoch ein verdienter Sieg“, blickt Johannes Schell auf das Spiel zurück. Der Vier-Punkte-Vorsprung auf den drittplatzierten SV Nanz-Dietschweiler konnte somit gehalten werden.

Am Sonntag (15 Uhr) haben die Rowos in der Begegnung gegen die TSG Trippstadt erneut Heimrecht. Trippstadt ist derzeit Zehnter und benötigt noch so einige Zähler, um das Abstiegsgespenst final zu vertreiben. „Das und die Tatsache, dass sie den viertbesten Angriff und mit Maximilian Lauhoff den aktuell besten Torjäger der Liga in ihren Reihen haben, sollte uns Warnung genug sein, diese Aufgabe nicht auf die leichte Schulter zu nehmen“, warnt Schell. Das Hinspiel konnte auch dank dreier Tore von Spielertrainer Schell mit 4:2 gewonnen werden. Dieser ist dann auch optimistisch, dass am Sonntag der 18. Saisonsieg gefeiert wird: „Auch wenn wir voraussichtlich auf ein, zwei Akteure verzichten müssen, steht erneut eine gute Truppe auf dem Platz, deren klares Ziel es ist, die nächsten drei Punkte einzufahren.“

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