Motorsport
Potzberg-Rallye: „Corona-Pause macht sich noch bemerkbar“
Das Interesse an der Potzberg-Rallye ist dieses Jahr nicht allzu stark. „Die Corona-Pause macht sich noch immer bemerkbar und das Interesse an den 35-er Rallyes wird geringer“, fasst Hans-Peter Baehr (Matzenbach) die Situation zusammen. Der Wagenreferent des ADAC Pfalz kennt die Entwicklung im Rallyesport und weiß auch, dass neue Überlegungen notwendig werden. „Der Trend geht hin zu den 70-er Rallye-Veranstaltungen und dem müssen sich die Ausrichter stellen“, fügt er an. Bei den 70-er Angeboten wird etwa die doppelte Anzahl an Kilometern auf Wertungsprüfungen gefahren. Sie sind also eine viel größere Herausforderung für die Rallyeteams. „Wenn sie schon weite Wege in Kauf nehmen, dann möchten sie auch etliche Kilometer abspulen“, erklärt Baehr weiter.
Auch der Vereinsführung des MSC „Potzberg“ Altenglan um dessen Vorsitzenden Florian Neubrech ist die Situation bekannt. Dieses Jahr aber bleibt es bei den 35 Kilometern, die auf Bestzeit zu bewältigen sind.
Wo landen die Wolfsteiner Udo und Maximilian Mathias?
Der Rallyetag besteht aus drei Säulen: Die Rallyepiloten fahren um Bestzeiten, die Teilnehmer in der Retro-Rallye-Wertung müssen Sollzeiten erfüllen und die Gentlemen-Teilnehmer präsentieren ihre Schmuckstücke.
Der Start des ersten Fahrzeuges erfolgt am Samstag an der Festhalle in Hinzweiler um 12 Uhr. Dabei handelt es sich um die Teams auf Bestzeit. Gegen 18 Uhr wird das erste Auto im Ziel erwartet. Es geht um Punkte für die rheinland-pfälzische und saarländische Rallye-Meisterschaft. Mit dabei auf den schnellen Runden bei der Potzberg-Rallye ist auch das Vater-Sohn-Gespann Maximilian Mathias/Udo Mathias aus Wolfstein. Sie bringen einen Mitsubishi Lancer EVO X in der Gruppe der Serienfahrzeuge der Leistungsklasse eins auf die Strecke. In der Leistungsklasse drei startet das Team Werner Selmikeit/Peter Molter (Erzenhausen/Welchweiler) im Volkswagen-Golf III.
Pfälzer Teams mit Chancen in Retro-Rallye
Interessant ist das Starterfeld auch in der Retro-Rallye-Wertung. Der Start ist für 13.30 Uhr vorgesehen, die Zielankunft des ersten Fahrzeuges wird gegen 19 Uhr sein. Diese Teams bewältigen ebenfalls die gesamte Strecke, allerdings nicht auf Bestzeit. Sie fahren auf eine vom Veranstalter vorgegebene Sollzeit. Aus pfälzischer Sicht ist mit Udo Wagner aus Edenkoben zu rechnen, der erstmals vom international erfahrenen Beifahrer Markus Braun (Maikammer) im BMW 325 begleitet wird. Mit einem vorderen Platz liebäugelt auch das Ehepaar Sebastian und Denise Dietz (Lambsheim) im BMW 323. In der Retro-Rallye-Wertung startet aus der Region zudem das Team Klaus Reimringer/Marc Faust (Odenbach/Kaiserslautern) im Opel Corsa A CC.
Weder auf Bestzeit noch auf Sollzeit achten die Teams dagegen in der Gentlemen-Wertung, die am Samstag in den Wertungsprüfungen ihre meist historischen Wettbewerbsfahrzeuge präsentieren.