Standort Westrich RHEINPFALZ Plus Artikel Landtechnik Schäfer in Konken: Moderne Traktoren und einige Oldies

 Frank Schäfer hat den gleichnamigen Landtechnik-Betrieb 2009 eröffnet. Hier im Bild mit Ehefrau Carolin und den beiden Kindern
Frank Schäfer hat den gleichnamigen Landtechnik-Betrieb 2009 eröffnet. Hier im Bild mit Ehefrau Carolin und den beiden Kindern Nena und Neo.

Große Traktoren mit 300 PS, riesige Mähdrescher für 300.000 Euro – auf der Erlenhöhe hat es Frank Schäfer mit allerhand schwerem Gerät zu tun. Genug zu tun gibt es nach Angaben des Chefs im Landtechnik-Betrieb immer, egal ob im Sommer oder im Winter.

2009 hat Frank Schäfer den Landtechnik-Betrieb auf der Erlenhöhe eröffnet. Inzwischen beschäftigt er sechs Landmaschinenmechaniker in der Werkstatt sowie drei Mitarbeiter im Ersatzteillager und im Verkauf. Hinzu kommen noch zwei Azubis und Ehefrau Carolin, die den Landhandel managt. Und auch der eigene Nachwuchs ist schon mit großem Interesse dabei: Wenn der Papa Schlepper fährt, dürfen Sohn Neo (10) und Tochter Nena (6) auch mal mitfahren. „Die beiden sind voll dabei“, sagt der Vater. Da die Familie direkt neben dem Betrieb wohnt, sind die Kinder sowieso meist mittendrin.

Aber auch sonst ist der Betrieb vergleichsweise jung. Der älteste Mitarbeiter sei noch keine 50, berichtet Schäfer, der seine Leute zum überwiegenden Teil selbst ausgebildet hat. Die eigene Ausbildung erhielt er in Kusel bei der Firma Steuer. Und natürlich auf dem elterlichen Hof in Albessen, wo in einer Scheune alles anfing.

Schrauben und reparieren

Die Halle auf der Erlenhöhe hat Frank Schäfer 2009 von der Tiefbaufirma Weber übernommen. „Hierher zu kommen, war die beste Entscheidung“, stellt er fest. „Wir haben klein angefangen. Die Arbeit wurde immer mehr, und wir haben erweitert. Inzwischen haben wir unsere Betriebsgröße erreicht“, stellt der Meister fest. 9500 Quadratmeter groß ist das Gelände, auf dem neben hochmodernen Traktoren auch so mancher „Oldie“ steht.

Im Betrieb auf der Erlenhöhe gehört das Schrauben und Reparieren zum Alltag. Die Firma biete das komplette Spektrum der Reparatur von Land- und Baumaschinen. Die meisten Maschinen würden mit defektem Motor, Achs- oder Getriebeschaden gebracht. „Spezialisiert sind wir auf Reparaturen, die andere nicht machen“, betont Schäfer.

Mehr Elektronik

Der elektronische Aspekt erhalte mittlerweile immer mehr Raum, sind doch zahlreiche moderne Landmaschinen fast kleine Computer. So seien viele Schlepper inzwischen mit GPS unterwegs, weiß Schäfer. Mit den hoch technisierten Geräten mithalten zu können, sei eine Herausforderung, sagt der 37-Jährige, der in diesem Punkt auf Weiterbildungen und Schulungen setzt. Auch biete er Extraanfertigungen an. So seien zuletzt ein Ballentransportwagen und eine Böschungsfräse gebaut worden, nennt Schäfer einige Beispiele. Ob Teleskoplader oder Futtermischwagen: Nicht nur zur Erntezeit haben die Mitarbeiter zu tun.

Zudem bietet die Firma Land- und Baumaschinen zum Kauf oder zur Miete an. Neben Schleppern handele es sich vor allem um Erntetechnik- und Gülletechnikgeräte. Dafür gebe es feste Vertriebspartner. Die teuerste Maschine sei aktuell ein Mähdrescher für rund 350.000 Euro, verrät der Chef. Angeboten wird auch ein 24-Stunden-Notdienst. Vor allem in dieser Saison mussten die Techniker in der Erntezeit öfter mal spät abends oder gar in der Nacht auf den Acker. Weil die Landwirte wegen des vielen Regens erst spät am Tag mit dem Schnitt beginnen konnten, zog sich die Ernte bis in die Nacht.

Futter und Tierbedarf

Vor etwa zwei Jahren hatte Schäfer den Betrieb um eine neue Halle erweitert. Ganz neu ist sie freilich nicht, handelt es sich doch um die Halle am ehemaligen Wasgau in der Kuseler Industriestraße. „Da hinten waren die Zeitungen, hier vorne die Getränke“, erzählt Schäfer seinen verdutzten Besuchern. In der Halle untergebracht ist der Landhandel mit Futter und Tierbedarf. Hier – wo auch riesige Reifen lagern – führt Ehefrau Carolin Regie. Und hier hält auch regelmäßig ein Laster mit Geflügel. Die Errichtung des Landhandels sei auf ausdrücklichen Kundenwunsch erfolgt, nachdem sich das Raiffeisen-Geschäft aus Kusel zurückgezogen hatte, berichtet Schäfer.

Seine Kunden kommen vor allem aus den Kreisen Kusel und Birkenfeld; das Unternehmen profitiere von der Nähe zur Autobahn. Ein paar mehr Kunden habe ihm wohl auch die Corona-Pandemie beschert, schätzt Schäfer. Denn der Anteil von Hobby- und Nebenerwerbslandwirten, Selbstversorgen und Holzbauern sei in den vergangnen Monaten spürbar gestiegen.

Viel zu tun. Mitarbeiter Johannes Benz repariert einen Traktor. Sechs Landmaschinenmechaniker sind im Betrieb beschäftigt.
Viel zu tun. Mitarbeiter Johannes Benz repariert einen Traktor. Sechs Landmaschinenmechaniker sind im Betrieb beschäftigt.
Das Unternehmen Landtechnik Schäfer repariert Traktoren und Baufahrzeuge
Das Unternehmen Landtechnik Schäfer repariert Traktoren und Baufahrzeuge
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