Tischtennis
Kai Lothschütz: Pfalzliga-Ambitionen an der Platte
Kai Lothschütz ist Spieler des Tischtennis-Pfalzligisten TTC Brücken, und auch beruflich ist er sportlich aktiv. Zumindest größtenteils. Seinem Erstwunsch, ein Lehramtsstudium anzugehen, folgte eine berufliche Umorientierung, welche mit seiner große Leidenschaft zu tun hat. „Ich wollte gerne etwas mit Sport machen. Ich habe deshalb ein duales Studium in Fitnessökonomie in Blieskastel begonnen, auch weil ein Teil davon mit Betriebswirtschaftslehre zu tun hat“, sagt der 20-jährige Lothschütz. Besonderen Gefallen hat er selbstredend am sportlichen Teil der Ausbildung. „Dazu gehört viel Betreuung auf der Fläche an den Fitnessgeräten, außerdem Trainingspläne zu erstellen und auch die Schmerzen der Kunden anhand von Trainingsplänen zu verbessern oder auch einfach mal etwas mit den Menschen auszuprobieren. Die Leute müssen gut betreut werden, denn so ein Training kann auch ganz schnell in die falsche Richtung laufen“, erzählt der Angriffsspieler, der seine berufliche Zukunft in der Selbstständigkeit sieht.
Auch seine sportliche Leidenschaft lasse sich gut mit dem Beruf verbinden. „Ich trainiere oft nach der Arbeit. Ich hatte selbst, auch durch den Tischtennissport, öfter Probleme. Zum Beispiel hatte ich, obwohl das in meinem Alter unüblich ist, auch mal Rückenprobleme oder einen Tennisarm. Ich trainiere deshalb drei- bis viermal pro Woche im Studio“, sagt der in Schönenberg-Kübelberg wohnende Student.
Schon als Schüler stark
Das viele Training sei für das Tischtennisspiel, bei dem doch eher mit der feinen Klinge hantiert wird, nicht hinderlich. „Ganz im Gegenteil. Ich trainiere an den Geräten und mache auch viele Ausdauerübungen. Das macht sich auch im Spiel bemerkbar, insbesondere bei den langen Spielen“, sagt Lothschütz.
Neben dem Sport sei es ihm aber auch wichtig, sich mit Freunden zu treffen. „Früher war ich noch fünfmal pro Woche in der Halle und habe trainiert. Heute bin ich zwei- bis dreimal pro Woche in der Halle und treffe mich im Anschluss lieber mit meinen Freunden“, erklärt der Pfalzligaspieler. Aber er fügt an: „Tischtennis ist meine Leidenschaft.“
Begonnen hat für den Akteur des TTC Brücken alles mit sieben Jahren in der Tischtennisabteilung in Sand. Sein Bruder Dennis hatte damals beim dortigen TTC gespielt. Bis zu seinem 13. Lebensjahr stand Kai Lothschütz parallel für die JSG Schönenberg als Innenverteidiger auf dem Platz. Lothschütz feierte mit dem Tischtennisschläger in der Hand eine Vielzahl von Erfolgen im Jugendbereich, vorwiegend auf Bezirksebene, holte dort Einzel- und Doppeltitel am Fließband. Auch auf Pfalzebene gab es Erfolge. Sein bestes Ergebnis war ein dritter Platz bei der Pfalzrangliste der Schüler A (U15). 2016 wurde er 47. beim Top 48 Bundesranglistenfinale der Schüler A in Ochtrup (Nordrhein-Westfalen).
Erster Saisonsieg
Nun, im zweiten Spiel der diesjährigen Saison in der Ersten Pfalzliga, benötigte der TTC Brücken einen Sieg gegen Duttweiler. Den forderte auch Lotschütz, nachdem es zum Auftakt eine Auswärtsniederlage (1:9) gegen den TV Colgenstein-Heidesheim gegeben hatte. „Es ist ein Aufsteiger, da ist es wichtig zu punkten. Duttweilers Topmann Schyam Vasanthakumar ist richtig gut. Ich hoffe, dass wir vorne schon ein paar Punkte gegen sie holen“, sagte Lotschütz, der gerne auf Dauer im Spitzenpaarkreuz spielen würde. Derzeit steht er auf der dritten Position, hat sich mindestens eine 50:50-Bilanz für diese Saison zum Ziel gesetzt. „Weil Volker Altschuck Polizist ist, fehlt unser bester Spieler auch mal, dann kann ich auch im vorderen Paarkreuz spielen“, sagt Lothschütz.
Gegen den VfL Duttweiler gab es dann den erhofften 9:4-Heimsieg, an dem Lothschütz mit einem Doppelsieg an der Seite von Wolfgang Simon und einem Einzelerfolg gegen Finn Stralucke auch seinen Anteil hatte.
Die Pfalzliga-Ergebnisse
Herren: SV Mörsbach - TTC Kreimbach-Kaulbach 4:9
Damen: TTC Altenglan - TTC Insheim 1:8