Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Viel entspannter als Flohmärkte

 Kinderschutzbund Kinderkleiderladen: Im Babyzimmer Roswitha Giersch (links) und Jutta Best.
Kinderschutzbund Kinderkleiderladen: Im Babyzimmer Roswitha Giersch (links) und Jutta Best.

Die Zwangs-Schließung in den ersten „Corona-Wochen“ hat das Team des Kinderkleiderladens im Kinderschutzbund (KSB) sinnvoll genutzt. Die acht Frauen vom „Team Kleiderladen“ haben geputzt, geräumt und die Sachen neu sortiert. Der Laden ist wie neu, die Projektleiterin ist neu. Und es duftet.

Die Verkaufsräume des Kinderkleiderladens sind neu strukturiert und die Waren ansprechend und übersichtlich präsentiert. Jetzt, nach etwa hundert Stunden ehrenamtlicher Arbeit und Lockerung der Corona-Regeln, ist der Kinderkleiderladen auch wieder geöffnet – unter den besonderen Hygiene-Bedingungen.

„Wir haben das alles so gemacht, dass sich unsere Kunden leicht zurechtfinden und direkt sehen, wo was ist“, erläutert Roswitha Wiersch das neue Konzept. Seit Anfang Mai ist Wiersch als Projektleiterin für den „Laden“ zuständig.

Ein Artikel in der RHEINPFALZ über eine Geschäftsauflösung hat dem Kleiderladen zu einer Spende verholfen. Mit den von Nadel-Adel aus Kandel gespendeten Regalen wurde das „Babyzimmer“ neu eingerichtet. In den Fächern sind nun Bodys, Schlafanzüge, T-Shirts und dergleichen fein säuberlich nach Artikel und Größe geordnet. Dadurch unterscheidet sich der Kleiderladen von Flohmärkten oder Basaren. Kein Gedränge, kein Wühltisch – eine entspannte Atmosphäre mit Spieltisch für die Kinder.

Sport, Spiel und Lesestoff

In anderen Räumen gibt es eine kleine Sportabteilung oder Regale voll mit Spielsachen, Büchern, CDs und so manch anderes, was Kinderherzen höher schlagen lässt.

Gut Gebrauchtes aus zweiter Hand für Kinder bis etwa zwölf Jahren oder Kleidergröße 152 sind in dem kleinen Second-Hand-Lädchen in der Waldstraße 5 zu Flohmarktpreisen erhältlich: Die meisten Kleidungsteile kosten zwischen 50 Cent und drei Euro. Es gibt zum Beispiel auch Kinderwagen, Lampen oder Gardinen fürs Kinderzimmer – alles gut erhalten, funktionsfähig und bei Spielen auch auf Vollständigkeit überprüft.

Im Laden herrscht ein ganz neuer Duft

Seit rund 20 Jahren öffnet der etwa 50 Quadratmeter große Kinderkleiderladen im Kinderschutzbund Germersheim, Kreisverband Germersheim. Acht Frauen sind im Team Kleiderladen ehrenamtlich aktiv und öffnen die Ladentür an zwei Tagen pro Woche. Jutta Best gehört seit etwa einem halben Jahr dazu. Für den ganz besonders frischen Duft im Lädchen hat sie gesorgt, sie hat alle Kuscheltiere gewaschen. „Wir sind froh und glücklich, können den Frauen nicht genug danken für die Arbeit und Zeit, die sie investiert haben“, sagt Melanie Löhlein, Mitglied im Teamvorstand des Kinderschutzbundes.

„Wenn wir zu viele Sachen haben oder etwas, das nicht in unser Sortiment passt, geben wir es an das Sozialkaufhaus“, beschreibt Wiersch die Kooperation mit den „Nachbarn“.

Alle Sachen, die im Kleiderladen verkauft werden, wurden gespendet, an Öffnungstagen im Laden direkt oder sonst in der Geschäftsstelle abgegeben. Vorbildlich und genau nach Wunsch der Laden-Betreiberinnen hat das während des RHEINPFALZ-Besuchs auch Elvira Oberle gemacht. Alles war ordentlich im Karton verstaut und „frisch gewaschen“, wie die Spenderin versichert.

Kinderkleiderladen

  • Öffnungszeiten: Mo.: 9.30 bis 11.30 Uhr, Mi.: 15.30 bis 17.30 Uhr.
  • Info und Kontakt: www.kinderschutzbund-germersheim.de oder Telefon 07274 8847
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