Wörth RHEINPFALZ Plus Artikel Schwimmbadbesuch fürs Lebensgefühl

Schon kurz nach der Öffnung am Mittwoch war Betrieb im Wörther Badepark.
Schon kurz nach der Öffnung am Mittwoch war Betrieb im Wörther Badepark.

Die Freibäder im Kreis Germersheim haben wieder geöffnet. Das Waldschwimmbad Kandel ist am Donnerstag in die Saison gestartet, der Schwimmpark Bellheim und der Badepark Wörth bereits am Mittwoch. Aufgrund der Corona-Pandemie gelten in allen Bädern besondere Regelungen.

Zwar sah der Perspektivenplan des Landes die Öffnung der Freibäder vor, welche Einschränkungen es geben wird, war jedoch bis zuletzt unsicher. Deshalb gab es im Badepark Wörth mehrere Pläne. Das Team vom Badepark sei „auf alles vorbereitet“ gewesen, lobt Rolf Hammel, der Beigeordnete der Stadt.

Warten, bis alles feststeht? Unrealistisch. Schließlich fassen die Becken der großen Freizeitanlage 5,5 Millionen Liter Wasser – und diese füllen sich nicht an einem Tag, betont Hammel. Neben Markierungen in Neon-Farben, durch die die Besucher gelenkt werden sollen, wurden auch Schilder mit Hinweisen und Regeln aufgehängt, die zum Beispiel an die bekannten Abstandsregeln erinnern.

Picknick-Tische sind aufgestellt

Aber auch abseits vom Thema Corona hat sich etwas im Badepark getan, verraten Abteilungsleiter Georg Werling und Betriebsleiterin Tanja Gerloff. So wurden neue Picknick-Tische aufgestellt und die Abdeckungen der Überläufe erneuert. Noch gearbeitet wird am kleinen Baby-Planschbecken; der Wasserspielplatz daneben ist jedoch geöffnet. Auf Wellengang muss aktuell noch verzichtet werden, da die Wellenmaschine generalüberholt wird. Ein neuer Großflächenmäher wurde angeschafft, um die Rasenflächen der 11 Hektar großen Anlage so zu gestalten, dass hier relaxt und gespielt werden kann.

Zur Eröffnung eine Menschenschlange

Kurz nach 10 Uhr am Mittwoch stehen am Badepark etwa 50 Leute in der Schlange vor der Kasse. Nur hier und im Restaurant, das mit einem neuen Kassensystem ausgestattet wurde, ist eine Mund-Nase-Bedeckung notwendig. Die allermeisten Besucher tragen diese auch ohne eigenen Hinweis. An der Kasse wird das Ticket abgescannt, das zuvor im Online-Shop der Stadtwerke Wörth oder in der Verkaufsstelle im Hallenbad gekauft wurde. Sieben Minuten nach Öffnung sind die ersten beiden Damen im Schwimmer-Bereich des Spaßbeckens zu sehen. „Die Stammmannschaft stand heute Morgen als erstes in der Schlange“, schmunzelt Christoph Baron, der ebenfalls zu den Stammgästen gehört.

Maximal dürfen 2250 Gäste ins Bad

An der Kasse ging es „zack zack“, berichtet Christina Uitz, die sich „volle Kanne“ darauf gefreut hat, dass es endlich wieder möglich ist, ins Schwimmbad zu gehen – und das auch noch bei perfektem Wetter. Lob hat sie auch für das Ticket-System, das es ermöglicht, eine Karte weiterzuleiten. Sie hatte eine Karte für ihren Partner gekauft, der nun jedoch etwas später kommt. Pro Tag gibt es 2250 Tagestickets. Gegen 10.40 Uhr sind am Mittwoch 1683 Karten vergeben, kann Gerloff berichten. Für den folgenden Feiertag waren bereits 900 Tickets weg.

Fehler bei Ticketing-System korrigiert

An den ersten beiden Öffnungstagen ist der Eintritt frei. 98 Prozent der Tickets werden digital verkauft, der Rest zu den Verkaufszeiten im Hallenbad. Der Verkauf im Hallenbad ist für die gedacht, die keine Möglichkeit haben, digital zu kaufen, stellt Werling klar. Bei Gerloff gingen ein paar Anrufe ein, dass Bestellungen nicht funktionieren. Hier konnte jedoch geholfen werden Bedienungsfehler zu korrigieren. Das Ticket kann auf dem Smartphone an der Kasse präsentiert werden, einige Badegäste bringen das Ticket jedoch ausgedruckt mit.

Stammgast seit Eröffnung des Bades

Mit dem digitalen Kauf hat auch Alexandra Schneider aus Langensteinbach ein wenig Probleme. Jedoch hat ihr jemand geholfen, so dass sie mit ihrem Sohn Lars-Nico nach Wörth kommen konnte. Sie freut sich über den kostenlosen Eintritt und lobt das breite Angebot. Bereits seit der Eröffnung der Anlage im Jahr 1984 kommt sie – damals noch mit den Eltern aus Grünwettersbach – nach Wörth. Der 12-jährige Lars-Nico mag das Spaßbecken und freut sich über die vielen Möglichkeiten. Dass bei anderen Bädern bisher noch Corona-Schnelltests nötig waren, hat ihn abgeschreckt. „Wenn Corona vorbei ist, dann gehe ich wieder öfter Schwimmen.“

Junge Leute genießen den Platz, den sonst nicht immer gibt.
Junge Leute genießen den Platz, den sonst nicht immer gibt.
Spaß haben und Corona für eine Weile vergessen. In den Schwimmbädern klappt’s.
Spaß haben und Corona für eine Weile vergessen. In den Schwimmbädern klappt’s.
Online-Ticket auf dem Smartphone. Der QR-Code wird am Eingang gescannt. Fertig. Ab ins Wasser.
Online-Ticket auf dem Smartphone. Der QR-Code wird am Eingang gescannt. Fertig. Ab ins Wasser.
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