Rheinzabern
Ortseingänge werden umgestaltet
Die letzte Sitzung des Gemeinderates für dieses Jahr sollte ausnahmsweise 90 Minuten früher als gewohnt, also bereits um 18.30 Uhr beginnen. Damit wollte Ortsbürgermeisterin Alexandra Hirsch Fußball-Freunden entgegenkommen, die später an diesem Abend gerne ein Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft live am Bildschirm verfolgen wollten. Als die Kirchturmuhr schlug, waren jedoch erst elf Ratsmitglieder im Sitzungssaal, der Rat damit, noch, nicht beschlussfähig. Gegen 18.40 Uhr kam das zwölfte Ratsmitglied, damit war mehr als die Hälfte von 22 Mitgliedern anwesend und Hirsch konnte beginnen. Bis zum Ende der öffentlichen Sitzung kamen nach und nach noch vier weitere Personen.
Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, alle vier Ortseingänge umzugestalten. Damit sollen Autofahrer, die dort zu schnell fahren, gebremst und die Sicherheit für andere Verkehrsteilnehmer erhöht werden. Die Vorschläge kamen vom Ingenieurbüro Hupfer Ingenieure GmbH und sollen zuerst einmal als Provisorien umgesetzt werden.
Das Büro erstellt derzeit im Auftrag der Ortsgemeinde ein Mobilitäts- und Verkehrskonzept für alle Straßen in der Gemeinde. Die vier Ortseingänge in der Rülzheimer Straße, der Kandeler-, der Hatzenbühler- und der Jockgrimer Straße auf Höhe des IGS-Schulcampus’ sollen punktuell verengt werden. Ausprobiert werden Verschwenkungen, längere Straßenversätze und Querungshilfen, je nach Situation. Alle vier kritischen Straßenabschnitte sind Teile von Landesstraßen. Deshalb soll nach dem Votum des Gemeinderats das Ingenieurbüro mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Speyer Kontakt aufnehmen, um von ihm als Straßenbaulastträger das Okay für die Provisorien zu bekommen.
Schon im April hatte der Gemeinderat beschlossen, alle gemeindeeigenen Gebäude energetisch untersuchen zu lassen. Geplant war, alle Nicht-Wohngebäude von einem Energieberater untersuchen zu lassen. Die Firma, die für die gewünschten Leistungen das günstige Angebot abgegeben hat, wollte rund 21.000 Euro Honorar. Das ist der Gemeinde zu viel. Deshalb hat sich eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe mit Ratsmitgliedern gebildet, die sich vier Gebäude näher ansehen wird. Diese sind das Rathaus, das Kleine Kulturzentrum und die beiden Kitas. Nachdem die Arbeitsgruppe die Objekte begutachtet hat, soll das weitere Vorgehen in den Gremien besprochen werden.