Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Sanitätszentrum in Kaserne soll bald fertig sein

Sieht schon recht fertig aus. Der Neubau des Sanitätsversorgungszentrums in der Südpfalz-Kaserne.
Sieht schon recht fertig aus. Der Neubau des Sanitätsversorgungszentrums in der Südpfalz-Kaserne.

Seit einigen Jahren entsteht neben dem alten Gebäude des Sanitätsversorgungszentrums, Baujahr 1964, in der Südpfalz-Kaserne ein neues. Früheren Angaben zufolge sollte es im Frühjahr 2019 fertig werden und 4,7 Millionen Euro kosten.

Doch es kam zu Verzögerungen: zuerst weil Baufirmen in wirtschaftliche Schieflage gerieten, dann wegen Corona und der Folgen. Das Gebäude steht zwar längst und sieht äußerlich recht fertig aus, aber es gibt offenbar noch einiges zu erledigen vor der offiziellen Übergabe. Der Leiter des Germersheimer San-Zentrums, Oberfeldarzt Dr. Christian Safar, sprach die Hoffnung aus, dass die Übergabe nun im zweiten Quartal kommenden Jahres erfolgt. „Wir haben dann eine sehr modern ausgestattete Einrichtung, die wir brauchen, um attraktiv für medizinisches Fachpersonal zu sein. Wir stehen im Wettbewerb mit dem zivilen Sektor.“ Deshalb sei man unter anderem eine Kooperation mit der dualen Hochschule in Karlsruhe eingegangen.

Safars Vorgesetzter, Oberstarzt Dr. Robert Hanhart, er leitet das Sanitätsunterstützungszentrum in Cochem, sagte, dass die Nachfrage nach Stellen im Medizinsektor der Bundeswehr inzwischen groß sei. „Wir haben mehr Bewerber als Plätze, sowohl bei den Ärzten als auch bei den Helfern.“ Beim medizinischen Personal gebe es inzwischen mehr Frauen als Männer. Bei den Ärzten stellten sie bundeswehrweit die Hälfte. Safar ergänzte, dass im Germersheimer Sanitätszentrum, wo 20 Militärs inklusive der Zahnarztgruppe, und einige zivile Kräfte arbeiten, der Frauenanteil bei den Ärzten sogar bei 75 Prozent liegt.

Das San-Zentrum in Germersheim ist Safars Angaben zufolge für die ambulante haus- und zahnärztliche Versorgung der Bundeswehr-Angehörigen in seinem Zuständigkeitsgebiet verantwortlich. Darin lägen das Luftwaffenausbildungsbataillon in Germersheim, das Bildungszentrum der Bundeswehr in Mannheim, das Systeminstandsetzungszentrum 870 in Bad Bergzabern sowie einige kleinere Einheiten, berichtete Safar.

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