KANDEL
Naturkindergarten in Kandel nimmt konkrete Formen an
Nach den Sommerferien soll der Naturkindergarten seinen Betrieb aufnehmen. Mit 20 Plätzen für Kinder ab drei Jahren, zwei Pädagogen und ganz viel Eltern-Engagement soll es losgehen. Die Nachfrage sei groß, bestätigt Lea Lautenschläger von der Elternschaft. Und das, obwohl ein Platz im Kindergarten ab 300 Euro im Monat kosten wird. Es gäbe aber auch Überlegungen, beispielsweise durch Sponsoring Plätze für weniger gut situierte Familien anbieten zu können.
Ergänzung zu bestehendem Angebot
„Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Einrichtungen“, betonen Lautenschläger und die anderen Eltern bei einem Vor-Ort-Termin auf einer der möglichen Flächen, auf denen der Kindergarten entstehen könnte. Man sehe den Naturkindergarten viel mehr als Ergänzung und Erweiterung des derzeitigen Betreuungsangebots in der Region. Geplant ist ein alternatives Konzept, so wie es beispielsweise im Bauernhof-Waldkindergarten Queichhambach schon funktioniere, sagt der Vereinsvorsitzende Heinrich Reich. Der nächste Waldorf-Kindergarten ist in Landau, wo es neben der Montessori-Schule auch einen Montessori-Kindergarten gibt. Einen staatlichen oder kirchlichen Träger gibt es für den Naturkindergarten Bienwald jedoch nicht, alle relevanten Entscheidungen treffen die Vereinsmitglieder.
Freiluft-Betreuung bei jedem Wetter
Der Fokus des neu geplanten Konzepts liegt auf der Kinderbetreuung mitten in der Natur – bei jedem Wetter und jeder Witterung. Noch wird ein Bauwagen gesucht und eine ökologische Naturtoilette soll es auch geben. Zunächst müssen sich die Verantwortlichen jedoch auf ein Grundstück festlegen. Drei stehen derzeit zur Auswahl, es werde aber auch noch weiter gesucht. Es sollte etwa 60 Quadratmeter groß sein und natürlich beim oder im Bienwald liegen.