Freckenfeld
Nach Brand mit Todesopfer: Große Betroffenheit im Dorf
Mit großer Betroffenheit reagierte man in Freckenfeld auf die Nachricht, dass beim Brand eines Mehrfamilienhauses am Sonntagmittag eine Frau ums Leben gekommen ist. Die 71-Jährige wohnte seit 1994 in einer Wohnung, in der am Sonntagvormittag wohl auch der Brand ausgebrochen war.
Viele Freckenfelder waren gerade dabei, ihr Mittagessen vorzubereiten oder saßen bereits am Esstisch, als nach 11.52 immer öfter Sirenen zu hören waren. Feuerwehrfahrzeuge aus allen Teilen der Verbandsgemeinde fuhren vor, außerdem Rettungsfahrzeuge des DRK und auch Polizeiautos. Schließlich landete auch noch ein Hubschrauber auf dem Gelände südlich des betroffenen Anwesens.
Aus dem Gebäude in der Hauptstraße 162 schlugen indessen die Flammen in die Höhe, weithin sichtbar waren die Rauchwolken. Mit insgesamt 90 freiwilligen Helfern und 16 Fahrzeugen versuchte die Feuerwehr zu retten, was zu retten war. Auch kämpfte man, leider vergeblich, um das Leben der 71jährigen Bewohnerin. Wehrleute aus Freckenfeld mit entsprechende Ausbildung und der notwendigen Ausrüstung drangen in die Wohnung ein und brachten die Frau nach draußen, wie zu hören war. Um Aufschluss zur Todesursache zu gewinnen, wurde eine Obduktion angeordnet, war von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Landau am Montagmorgen zu erfahren.
Eine 62-jährige Frau, ebenfalls Bewohnerin des Mehrfamilienhauses, kam mit leichteren Verletzungen davon, wurde aber im Krankenhaus behandelt. Die Bewohner der übrigen Wohnungen fanden vorläufig eine Bleibe in Ferienwohnungen im Jakobshof in Freckenfeld. Alle Wohnungen in dem Gebäudekomplex sind in nächster Zeit unbewohnbar.
Groß war gestern die Anteilnahme der Menschen, mit denen man über den Brand und den Tod der 71-jährigen Mitbürgerin sprechen konnte. Den eingesetzten Kräften der Freiwilligen Feuerwehr wurde psychologische Hilfe angeboten. Jetzt müssen Brandermittler ihrer Arbeit nachgehen, um die Ursache für den Ausbruch des Feuers zu herauszufinden. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der Sachschaden auf eine Summe von 300.000 Euro