Hassloch SPD kritisiert Rathausplatz-Projekt

Vorübergehend stehen Hochbeete auf dem Rathausplatz.
Vorübergehend stehen Hochbeete auf dem Rathausplatz.

„Es kann nicht die Lösung sein, einfach mal so zehn Parkplätze zu entfernen, von einem nicht ortsansässigen Baumarkt das Sponsoring für Hochbeete anzunehmen und zu schauen was passiert“: So kritisiert die SPD die vorübergehende Umgestaltung auf dem Rathausplatz.

Am Mittwoch hat die Verwaltung einen über Sommer laufenden Test gestartet: Die Parkplatzreihe vor dem Rathaus fällt weg, sechs Hochbeete – mit Werbung des Sponsors Globus Baumarkt – wurden aufgestellt.

Einer zeitgemäßen Umgestaltung als Treffpunkt und attraktiver Aufenthaltsort stehe die SPD auf keinen Fall entgegen, heißt es in der Stellungnahme. Allerdings dürften die Gegebenheiten vor Ort nicht „aufgrund ideologischer Vorstellungen Einzelner“ außer Acht gelassen werden. Dort befänden sich nun mal Ärztehaus, Apotheke und Geschäfte. Eine Umgestaltung des Platzes bedürfe einer langfristigen, für alle Beteiligten vertretbaren Planung. Zu keiner Zeit sei dieser „Testballon“ auch nur ansatzweise in einem kommunalen Gremium besprochen worden. „Der Rat wurde schon aus wesentlich unwichtigeren Gründen stundenlang mit Debatten zu Projekten beschäftigt.“

Nun werde der Erste Beigeordnete Carsten Borck „als Ideengeber vorgeschickt“. Die SPD erinnert daran, dass sich Bürgermeister Tobias Meyer (CDU) nicht gescheut habe, die Bauhaus-Ansiedlung als seinen alleinigen Verdienst darzustellen. Nun werbe ein nicht ortsansässiger Baumarkt auf dem am stärksten frequentierten Platz: „ein Schlag ins Gesicht für Haßlocher Gewerbetreibende“. Davon ausgehend, dass das Bauhaus Haßloch das Sponsoring nicht übernehmen wollte, hätten sich bestimmt auch aus dem Haßlocher Gewerbe Sponsoren finden lassen, so die SPD.

Die Koalition habe sich vor nicht langer Zeit die Umgestaltung des Platzes als „Herzensthema“ auf die Fahne geschrieben. Alle Vorschläge der Verwaltung seien in der Bürgerwerkstatt abgelehnt oder kritisch betrachtet worden: „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“, so die SPD.

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