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Rechtzeitiger Dämpfer durch Oppau?
Damit wäre nicht nur der Klassenverbleib in trockenen Tüchern, sondern auch die Teilnahme an der folgenden Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Südwest sichergestellt. Alle anderen Platzierungen würden einen Kampf um den Klassenerhalt nach sich ziehen. Der VfR geht mit Trainer Christian Rutz in die Saison. Der Diplom-Sportwissenschaftler, als Berufsoffizier für die Ausbildung von Führungskräften im Bildungszentrum der Bundeswehr Mannheim verantwortlich, besitzt eine Menge Erfahrung im Umgang mit jungen Menschen. Er hospitierte für seine Trainerlizenz im Jugendleistungszentrum des FC Bayern München und absolvierte ein Praktikum beim früheren Zweitligisten Eintracht Trier. Der 47-Jährige hat die Mannschaft in der Krise übernommen und mit ihr den Klassenverbleib geschafft.
Vier neue Spieler
Seine Arbeit beim pfälzischen Landesligisten bereite dem früheren Regionalliga-Spieler nach eigenen Angaben sehr viel Spaß. „Für mich ist der VfR ein Vorzeige-Club, der modern und dennoch familiär geführt wird “, so Rutz: „Wir haben vier neue Spieler verpflichtet, nur zwei Abgänge zu verzeichnen, was eine tolle Kameradschaft signalisiert.“ Von Wormatia Worms kamen die Mittelfeldakteure Nico Scherer (23), der Ungar Mor Josif Horvat (23) sowie Offensivakteur Jan-Philipp Schünke (20); als Torhüter konnte André Zott (29, TuS Altleiningen) verpflichtet werden.
Trotz Corona-Krise hat der VfR bislang sechs Testspiele ausgetragen, davon vier gewonnen, eine Begegnung verloren und ein Remis erreicht. Die Euphorie im 23-köpfigen Kader wurde allerdings vorigen Sonntag jäh gebremst, als das Team beim Bezirksligisten BSC Oppau eine 1:5-Schlappe hinnehmen musste. Rutz ist noch stinksauer wegen der schwachen Leistung seines Teams und erwartet gegen Bretzenheim eine entsprechende Reaktion. „Mir tut vor allem leid, dass wir in Oppau vor unseren zahlreich mitgereisten Anhängern so schwach agierten“, meinte der VfR-Trainer.
Gegner wird alles abverlangen
Allerdings: Vielleicht kam diese Schlappe zur rechten Zeit, denn gegen die TSG Bretzenheim müssen Einstellung und Kampfgeist zu hundert Prozent stimmen. Aussetzer, wie in Oppau, darf es auf keinen Fall geben. Rutz: „Unmittelbar nach der Niederlage in Oppau zeigten sich meine Akteure sehr selbstkritisch. Sie wissen alle, dass sie schlecht gespielt haben, dass es gegen Bretzenheim weitaus besser werden muss.“ Bis auf Florian Frank (Kieferoperation) habe er alle Akteure an Bord, somit die Qual der Wahl.
Klar ist: Die Mainzer Vorstadtelf wird den Gastgebern alles abverlangen. Das bestätigte deren Coach Timo Schmidt. „Ich habe ein junges, talentiertes Team, das in Grünstadt auf einen technisch und spielerisch sehr starken Gegner trifft. Das wird eine harte Nummer für uns.“ Den Pfälzern sei es in Oppau ebenso ergangen, wie seiner Mannschaft beim Bezirksligisten TSG Hechtsheim. Schmidt: „Da waren wir über 90 Minuten spielbestimmend, haben durch Konter letztlich 1:4 verloren.“ Daher gäbe er nichts auf die 1:5-Pleite der Grünstadter in Oppau, sondern wisse um die Qualität der Grünstadter, die sich zudem verstärkt hätten. Hinzu käme die Tatsache, dass alle Leistungsträger dem Traditionsclub treu geblieben seien.