Kraftsport
KSV Grünstadt feiert 70-jähriges Bestehen
Mit einer stimmungsvollen Feier hat der Kraft-Sport-Verein (KSV) Grünstadt sein 70-jähriges Bestehens begangen. Bei diesem Anlass wurden gleichzeitig einige Mitglieder für ihre langjährige Treue geehrt, unter anderem Richard Krauß, der die komplette Zeit Mitglied des Vereins ist.
Mathias Feil, Vorsitzender des KSV, skizzierte in seiner kurzweiligen Eröffnungsrede die ereignisreiche Geschichte von sieben Jahrzehnten: „Eigentlich hat alles vor fast 120 Jahren angefangen.“ Schon 1903 wurden in Grünstadt Gewichte gestemmt – über die Jahre hinweg in verschiedenen Clubs, später in der Schwerathletik-Sparte der TSG und ab November 1952 dann wieder im eigenständigen Kraft-Sport-Verein.
Erfolge und Durststrecken
Neben vielen sportlichen Erfolgen gab es im Laufe der Zeit auch einige Durststrecken zu überwinden. Trotz eines Booms in den 1970er- und 1980er-Jahren musste beispielsweise die Ringer-Abteilung später aufgrund von Nachwuchsmangel aufgelöst werden. Es kamen danach aber wieder neue Abteilungen hinzu, so dass der Verein heute ein vielschichtiges Angebot für Sportbegeisterte aller Altersgruppen bieten kann.
Ermöglicht wurde dies auch durch die Stadt Grünstadt, die dem KSV Anfang der 1990er Jahre die Turnhalle des ehemaligen Progymnasiums in der Neugasse als Trainings- und Wettkampfort zur Verfügung stellte. Dort wurde von den Mitgliedern in Eigenarbeit ein Anbau errichtet, der heute noch als Vereinsheim dient.
Botschafter Grünstadts
Bürgermeister Klaus Wagner ging in seinem Grußwort unter anderem auf die sportlichen Erfolge der Gewichtheber ein, die den KSV und die Stadt Grünstadt im In- und Ausland bekannt machten. Wie wichtig Solidarität innerhalb eines Vereins sein kann, schilderte Bundesliga-Heber Padou Izere Shima eindrucksvoll. Vor einigen Jahren war es unklar, ob der in Ruanda geborene Athlet und seine Mutter in Deutschland bleiben durften. „Viele haben sich damals gekümmert – auch der KSV“, sagte der Student. „So etwas ist nicht immer selbstverständlich.“ Respekt, Zusammenhalt und ein familiäres Umfeld sind sicherlich gute Gründe der Treue zum Verein, für die mehrere langjährige Mitglieder ausgezeichnet wurden. „Wir haben sogar jemanden hier, der von Anfang an dabei ist“, freute sich Vorsitzender Mathias Feil, als er den 85-jährigen Richard Krauß auf die Bühne bat.
Neben Krauß wurden weitere Mitglieder für ihre Treue zum Verein geehrt: Claus Neser (60 Jahre), Richard Moissl, Hans-Jürgen Meier (beide 50 Jahre), Gerd Zimmermann, Joachim Munzinger, Andreas Koch (alle 40 Jahre) und Klaus-Uwe Buch, Sonja und Jürgen Rodach, Agnes Kasel, Manfred Setzer, Erich Wendel, Kurt Drahonovsky, Ursula und Dieter Hien, Rosemarie Radtke, die alle seit 25 Jahren dem KSV angehören.