Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Vor der Saison: ASV Heßheim ohne Abgänge und Neuzugänge

ASV-Trainer Andreas Köhler kann auf eine gewachsene Teamstruktur zurückgreifen.
ASV-Trainer Andreas Köhler kann auf eine gewachsene Teamstruktur zurückgreifen.

Zweimal schon wurde Fußball-A-Klassist ASV Heßheim jäh in seinen Aufstiegsambitionen vom Coronavirus ausgebremst. Nun müssen sich beim ASV alle neu motivieren. Am Sonntag, 29. August, geht es beim VfR Grünstadt II in die nächste Spielzeit.

Schon in der Saison 2019/20 lag der ASV Heßheim, damals noch unter Trainer Kai Schäfer, aussichtsreich im Rennen um die vorderen Plätze der A-Klasse. In der noch kompletten 16er-Liga belegte der ASV nach dem 20. Spieltag, dem letzten der Runde, Platz drei hinter FV Freinsheim und dem SV Weisenheim am Sand. Bei ausstehenden zehn Spielen wäre noch alles möglich gewesen.

In der vergangenen Spielzeit, da war die Klasse schon in zwei Staffeln mit je acht Teams unterteilt, waren die Heßheimer zum Zeitpunkt des Abbruchs klarerer Spitzenreiter. Sechs Spiele, sechs Siege, 24:6 Tore. Sie hatten sieben Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten DJK Eppstein, der jedoch ein Spiel weniger ausgetragen hatte.

Noch Luft nach oben

Im vorletzten Meisterschaftsspiel schlug der ASV den VfR Grünstadt II mit 5:0. Doch das will ASV-Trainer Andreas Köhler nicht als Maßstab werten. Bei der zweiten Grünstadter Mannschaft sei es immer ungewiss, wer am Ende auf dem Platz stehe, welche Spieler eventuell aus dem Landesliga-Team in der „Zweiten“ aufliefen. „Ich möchte jedem Gegner mit Respekt begegnen“, sagt Köhler. Bereits am zweiten Spieltag steht das Derby gegen den MTSV Beindersheim an.

Für seine Jungs sieht Köhler es als eine Herausforderung an, jetzt wieder bei Null anfangen zu müssen. Doch während manche Trainer in anderen Vereinen die mangelhafte Fitness ihrer Spieler nach der Corona-Pause beklagt haben, kann das der ASV-Coach über sein Team nicht sagen. „Ich habe eine sportbegeisterte Mannschaft. Die Spieler sind auch privat sehr aktiv.“ Die fußballspezifische Belastung für den Körper sei dann aber doch wieder etwas anders als die bei individuellen Laufeinheiten oder anderen Sportarten. Daran hätten sich auch seine Kicker erst wieder gewöhnen müssen. „Da ist die richtige Dosierung im Training wichtig“, erläutert Köhler.

Gewachsene Teamstruktur

Spielerisch sei bei seinem Team noch Luft nach oben, meint der Übungsleiter. Allerdings habe der ASV in der Vorbereitung meist gegen höherklassig spielende Mannschaften getestet. Gegen den Bezirksligisten Ludwigshafener SC habe man nach einer 2:0-Führung noch den Ausgleich hinnehmen müssen. Das zweite Tor des LSC sei in der 90. Minute gefallen. Auch in den Vorbereitungsspielen misst Köhler den Ergebnissen große Beachtung zu. Einerseits wolle er, wenn die Mannschaft auf dem Platz stehe, grundsätzlich nicht verlieren, andererseits könne sich das Team durch gute Ergebnisse in den Tests Selbstvertrauen holen, so der ASV-Coach. „Das hat man in der Vorsaison gesehen.“

Der ASV Heßheim kann auf eine gewachsene Teamstruktur zurückgreifen. Es gibt keine Abgänge und auch keine Zugänge. Außer einem, der allerdings nicht menschlich ist: Auf dem ASV-Platz wurde ein neuer Naturrasen angelegt. Und der soll dabei helfen, dass die Mannschaft bei Heimspielen erfolgreich ist. Aus diesem Grund mussten jedoch die komplette Vorbereitung und auch die Testspiele auf fremden Plätzen absolviert werden.

Fast wie ein Neuanfang

Die Mannschaft lebe von der Kameradschaft, die Spieler würden viel in der Freizeit miteinander unternehmen, berichtet Köhler. Er versuche, mit seinem Team auf einen guten Leistungsstand zu kommen, sagt Köhler. „Bei uns muss sich alles wieder festigen. In der vergangenen Saison hat ja alles gut funktioniert.“ Nach einer so langen Pause fühle sich alles fast wie ein Neuanfang an.

Ein konkretes Saisonziel möchte er deshalb nicht nennen. Dazu wisse er aktuell auch zu wenig darüber, was in den anderen Vereinen passiert sei. Die Aufstiegsrunde wolle er mit dem ASV aber schon erreichen. Dazu müssen die Heßheimer in der Hauptrunde unter die ersten vier Teams. Und das mit möglichst vielen Punkten. Denn die werden aus der eigenen Staffel in die Aufstiegsrunde mitgenommen. Einen großen Wunsch hat Andreas Köhler: „Ich hoffe, dass es keinen Saisonabbruch mehr gibt, dass wir endlich einmal wieder durchspielen können.“

Das erste Pflichtspiel der Saison steht für den ASV Heßheim bereits am Sonntag, 15. August, 16 Uhr, auf dem Programm: Im Kreispokal treten die Heßheimer beim SV Südwest Ludwigshafen II an.

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