Motorsport RHEINPFALZ Plus Artikel Team Schütz holt zum Saisonauftakt im ADAC GT Masters Punkte

Marvin Dienst und Philipp Frommenwiler machten im Schütz-Mercedes in beiden Rennen Plätze gut. Am Samstag fuhren sie von Positio
Marvin Dienst und Philipp Frommenwiler machten im Schütz-Mercedes in beiden Rennen Plätze gut. Am Samstag fuhren sie von Position 16 auf neun, am Sonntag sogar vom 26. auf den 13. Rang.

Erst Corona, dann Sorgen um das Budget – das Team Schütz Motorsport ist am Wochenende auf dem Lausitzring ohne einen Testkilometer in die neue Saison im ADAC GT Masters gestartet. Mit dem Auftaktergebnis können die Bobenheim-Roxheimer zufrieden sein: In beiden Rennen fuhren Marvin Dienst und Philipp Frommenwiler im Mercedes-AMG GT3 in die Punkte. Im zweiten Lauf gab es jedoch einen kleinen Schreckmoment.

Die Jagd auf die Vorjahres-Meister Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde (Audi, Rutronik-Racing) ist eröffnet. Dass die Bobenheim-Roxheimer angesichts des Kaltstarts auf Anhieb in den Punkterängen mitgemischt haben, hat Teamchef Christian Schütz gehofft, wirklich damit rechnen konnte er aber nicht. Um Daten zu sammeln und das Auto auf den welligen Rundkurs im brandenburgischen Klettwitz vorzubereiten, blieben nur die Trainingseinheiten am Freitag. Und so drehte der Schütz-Mercedes mit die meisten Übungsrunden. „Wir haben das Auto vor dem Wochenende frisch aufgebaut und mussten den Motor noch einfahren“, berichtete der Teamchef.

Mit dem 16. Startplatz, den Marvin Dienst im Qualifying für den ersten Lauf herausholte, war die Truppe denn auch nicht unzufrieden. „Es wäre sogar noch eine bessere Ausgangsposition drin gewesen, wenn man meine jeweils besten Sektorenzeiten betrachtet. Auf die Pole haben mir am Ende nur vier Zehntelsekunden gefehlt“, sagte Dienst. Probleme hätten die neuen Pirelli-Reifen bereitet. „Ich habe die Reifen nicht richtig zum Arbeiten bekommen“, räumte er ein. „Da hat uns auch die Testzeit gefehlt.“

Einstündige Sprintrennen

Auf jeden Fall befanden sich die Bobenheim-Roxheimer beim Start schon mal in Reichweite der Punkteränge, die im GT Masters bei Platz 15 beginnen. Und es lief gut für Dienst: Der Lampertheimer holte bis zum Pflichtstopp des einstündigen Sprintrennens sukzessive auf. Philipp Frommenwiler, der Neue im Cockpit des Schütz-Mercedes, ging als Elfter in die zweite Rennhälfte. Er hielt Porsche-Pilot Sebastian Asch (Precote Herberth Motorsport) in Schach und machte noch zwei Positionen gut. Sieben Punkte gab es am Ende für den neunten Platz, wobei die Schütz-Truppe auch von Ausfällen einiger Konkurrenten profitierte.

Am Sonntag kamen drei weitere Zähler für Dienst und Frommenwiler hinzu. Im Qualifying hatte sich einmal mehr die enorme Leistungsdichte in der „Liga der Supersportwagen“ gezeigt. Gleich 30 Autos lagen innerhalb einer Sekunde. „Da entscheiden Nuancen über einen guten oder schlechten Startplatz. Aber das macht ja auch den Reiz aus“, betonte Dienst.

Dienst verteidigt Position

Nach dem Boxenstopp und Fahrerwechsel kam der kleine Schreckmoment: Als noch etwa 20 Minuten zu fahren waren, setzte sich Constantin Schöll im Bentley (T3-HRT-Motorsport) im Infield neben den Schütz-Mercedes, doch Dienst fuhr in der Rechtskurve innen und verteidigte seine Position. Es kam zur Berührung, der Bentley drehte sich ins Kies. Ein normaler Rennunfall, urteilten die Kommissare. „Er hat mich nicht gesehen und hat sich nach dem Rennen bei mir entschuldigt“, berichtete Marvin Dienst. Das Wichtigste: Der Mercedes blieb unversehrt.

In der Folge bewies der Lampertheimer einmal mehr seine Qualität: Er steuerte den Boliden noch in die Punkteränge. Mit entscheidend dafür war ein Manöver des 23-Jährigen auf der Start-Ziel-Geraden. Er zog am Precote-Porsche von Alfred Renauer vorbei und kassierte auch noch Mick Wishofer im Zakspeed-Mercedes, der vom mit technischen Problemen kämpfenden Österreicher Klaus Bachler (Porsche, Team 75 Bernhard) angeschubst worden war. Dienst wurde als 13. abgewunken. „Marvin hat einen super Job gemacht, auch das Team hat sehr gut gearbeitet“, sagte Schütz. Der Lohn nach zwei Rennen: jeweils zehn Punkte für die Fahrer, elf Zähler fürs Team und 49,5 Punkte für Dienst in der Juniorwertung. Dort ist er aktuell Zweiter hinter Jannes Fittje (Porsche, Team 75 Bernhard).

Zwei souveräne Start-Ziel-Siege

An der Spitze gab es zum Auftakt zwei souveräne Start-Ziel-Siege. Am Samstag gewannen die Mercedes-Piloten Luca Stolz und Maro Engel (Team Toksport), am Sonntag setzten sich Dries Vanthoor und Charles Weerts (Audi, Team WRT) durch.

Das Feld startet in die neue Saison.
Das Feld startet in die neue Saison.
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