Leichtathletik
Licht und Schatten

Nachdem in der Vorwoche für U18-Springer Moritz Kößler der Wettkampf viel zu schnell zu Ende war, sollte er den Hochsprung der U20 als Trainingswettkampf zur Vorbereitung der Rheinland-Pfalz-Meisterschaften am kommenden Wochenende nutzen. Dass dabei auch gleich der Pfalzmeistertitel heraussprang, war ein netter Nebeneffekt. Im Vergleich zur Vorwoche schaffte Kößler eine Höhe mehr und gewann mit 1,71 Metern.
Einen hauchdünnen Überraschungssieg feierte Maike Knebel in der W15. In 9,76 Sekunden gewann sie das Hürdenrennen über 60 Meter mit nur 0,02 Sekunden Vorsprung. Nicht ganz so schnell war Lotta Knebel, die über die Hürden der W14 den achten Platz belegte, direkt dahinter kam Mila Woidy auf Platz Neun ins Ziel. Im Weitsprung fehlte ein bisschen Glück, denn Woidys letzter Sprung war nur knapp übertreten und sah weit aus, leider fehlten zum Weiterkommen fünf Zentimeter und somit musste sie sich mit 4,21 Metern und dem elften Platz begnügen. Auch Knebel erwischte nicht den perfekten Tag, scheiterte im Hochsprung schon früh, übersprang 1,37 Meter und konnte sich dennoch über Platz zwei freuen. Eine weitere knappe Entscheidung, bei der Josefine Müller (W15) das Nachsehen hatte, waren die 60 Meter. Hier fehlten 0,02 Sekunden für das Weiterkommen. Am Ende wurde Müller Siebte.
Eine neue Bestleistung schaffte Lasse Franck, der in der M15 mit 5,02 Metern den fünften Platz belegte. Ronja Wulfert, eigentlich auch U18, testete ihr Stehvermögen über 400 Meter in der höheren Altersklasse und wurde in guten 65,29 Sekunden Zweite. Im Weitsprung hingegen musste sie sich mit Platz 7 zufrieden geben.
Die Leichtathleten der Startgemeinschaft TSG Grünstadt/Freinsheim überzeugten mit mehreren Podiumsplätzen. Paul Kronemayer gewann das Kugelstoßen, Aragon Matsuura den 300-Meter-Lauf. Mitten in der Umstellung zur Drehstoßtechnik wählte Paul Kronemayer noch einmal die bewährten Wechselschritttechnik und wuchtete die 4-Kilogramm-Kugel auf die Siegesweite von 9,82 Metern. Dazu überzeugte er noch mit zweiten Plätzen über 60 Meter (8,07 Sekunden) und beim Weitsprung mit 5,19 Metern.
Aragon Matsuura lief in seinem ersten 300-Meter-Lauf gleich zum Sieg. Carlo Deuker qualifizierte sich über 60 Meter für den Endlauf, sprintete in 8,47 Sekunden auf Platz 6. Jonas Langenfelder, ebenso wie die Vorgenannten in der Altersklasse M14, belegte beim Kugelstoßen den 4. Platz. Beim Weitsprung der U20 näherte sich Sarah Jalloh nach achtmonatiger Wettkampfpause ihrer Bestform, sprang 5,12 Meter und verpasste nur knapp den Sieg. Zuviel nach ihrer Bestleistung vom vorherigen Wochenende wollte Merle Brammert-Schröder. Diesmal hatte sie Probleme mit der Technik und musste sich mit Platz 4 und 7,84 Metern zufriedengeben. Max Rompf, ebenfalls U20, wurde mit Bestleistungen Zweiter beim Kugelstoßen und Fünfter im 60-Meter-Endlauf.
Einen straffen Zeitplan musste Josi Schott wegen nachträglichen Änderungen bewältigen. Weitsprung, Hürden, Kugel. Alles begann innerhalb von 45 Minuten. Leider beeinträchtigte die dadurch entstandene Aufregung ihre Leistung. Beim Weitsprung musste sie mit dem 4. Platz zufrieden sein, über die 60-Meter-Hürden blieb sie in aussichtsreicher Position und auf dem Weg zu einer neuen Bestzeit mit dem Nachziehbein bei Hürde 3 hängen. Am Ende reicht es nur für Platz 5. Mit dem Kugelergebnis von 8,02 Metern und Platz 3 war sie aber einigermassen zufrieden.
Trost brachte die abschließende 4 x 200 Meter-Staffel, denn als Schlussläuferin durfte sie nach starken Läufen von Paul Kronemayer, Clara Scholl und Carlo Deuker den Staffelstab als Zweite über die Zielinie tragen – hinter dem ABC Ludwigshafen, aber noch vor dem 1.FC Kaiserslautern.