Fussball
Kreispokal: DJK Eppstein verliert Endspiel gegen Obersülzen
Selten sind sich nach einem wichtigen Fußballspiel die Trainer beider Mannschaften so einig gewesen wie das am Samstagabend nach dem Endspiel um den Kreispokal zwischen der DJK Eppstein und dem SV Obersülzen der Fall war. Das Duell zwischen den beiden A-Klassisten bildete einen würdigen Abschluss der Saison 2020/2021 im Fußballkreis Rhein-Pfalz. Der Bedeutung der Partie entsprach auch der Austragungsort. Bei dem Naturrasen des SC Alemannia Maudach handelt es sich um einen der schönsten Sportplätze der Vorderpfalz, der technisch versierten Spielern beste Voraussetzungen bietet. Das einzige, was Sascha Gerber kritisierte, war, dass nur knapp 260 Fans gekommen waren. „Ich hätte eine größere Zuschauerzahl erwartet“, meinte der SVO-Coach.
Obersülzen begann engagierter und nutzte gleich seine erste Chance, um den Grundstein für den Sieg zu legen. In der vierten Minute klärte der Eppsteiner Benjamin Baumann nach einem Schuss von Marc Brand auf der Torlinie, aber Robin Gerber traf per Nachschuss zum 1:0. Die frühe Führung gab den Obersülzenern Sicherheit. Ihre Viererkette in der Abwehr leistete sich keine Fehler, sodass die Eppsteiner bis zur Pause zu keiner einzigen herausgespielten Torchance kamen. Drei Freistöße aus zentraler Position schoss Christopher Weiss über das SVO-Tor.
Eppstein wird besser
„Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht“, bekannte DJK-Trainer Stephan Krön nach der Niederlage. Dass er am Samstag mehrere Akteure ersetzen musste, wollte er als Entschuldigung nicht gelten lassen. „In einem solchen Spiel erwarte ich, dass jeder alles gibt“, betonte Krön. „Meine Mannschaft hat den Sieg etwas mehr gewollt als Eppstein“, befand SVO-Coach Sascha Gerber.
Mit dem Beginn der zweiten Halbzeit wurde die bis dahin an Torszenen arme Begegnung interessanter – und Eppstein wurde auch besser. Benjamin Baumann (47.) und Cem Tatar (53.) verfehlten das Obersülzener Tor mit ihren Weitschüssen nur knapp. In der 57. Minute scheiterte SVO-Spieler Marc Brand freistehend am Eppsteiner Torwart Ahmet Aksogan, der trotz der beiden Gegentore mit einem guten Stellungsspiel überzeugte und zu den besten Eppsteinern gehörte. Nur drei Minuten später vereitelte Aksogan eine weitere gegnerische Chance, musste aber direkt danach mit ansehen, wie der Ball nach dem Nachsetzen von Dominik Berck über die Linie kullerte – 2:0.
Doch die Eppsteiner steckten nicht auf und schafften es, den SVO mit zunehmendem Spielverlauf immer mehr in die Defensive zu drängen. Dies lag auch daran, dass Krön sein Team umstellte und mit Benjamin Baumann seinen besten Spieler aus der Abwehr in den Angriff beorderte.
Anschlusstor verpasst
Mit vielen ungenauen Zuspielen machten sich die Eppsteiner das Leben aber selbst schwer. Die beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer bot sich dem eingewechselten Matej Carapina, dessen Schuss jedoch zum Eckball abgefälscht wurde (76.). Baumann versuchte es kurz vor Schluss noch mit einem Fallrückzieher (89.), der Ball ging aber über das Tor.
Der auch in der Landesliga eingesetzte Schiedsrichter Joachim Hilsberg zeigte sechs Gelbe Karten, von denen fünf unter teils starker Kritik des DJK-Lagers an die Eppsteiner gingen. Am Ende sprachen aber beide Trainer von einem sehr fairen Pokalendspiel.
So spielten sie
DJK Eppstein: Aksogan - Baumann, Djaouchi, Thiel, Gass - Curschmann, Diehl, Tatar, Mannweiler - Koppenhöfer, Weiss
SV Obersülzen: Beenken - Knickel, Steck, Gaschott, Aßmus - Brand, Florian Limpert, Sebastian Limpert, Berck - Gerber, Gütermann
Tore: 0:1 Gerner (4.), 0:2 Berck (60.) - Gelbe Karten: Tatar, Djaouchi, Baumann, Curschmann, Gass - Gerber - Beste Spieler: Aksogan, Baumann - Brand, Gerber - Zuschauer: 257 - Schiedsrichter: Hilsberg (Grünstadt).