Frankenthal KG-Schüler beteiligen sich an Päckchenaktion

Die Brüder Moritz (links) und Tim Stölzle geben ihre Pakete im Schulsekretariat bei Christiane Theissen ab.
Die Brüder Moritz (links) und Tim Stölzle geben ihre Pakete im Schulsekretariat bei Christiane Theissen ab.

Unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ haben rund 300 Schüler des Karolinengymnasiums (KG) mehr als 300 Pakete mit Geschenken zusammengestellt, um Kindern in ärmeren Ländern zu Weihnachten eine Freude zu machen. Im Rahmen der Aktion „Weihnachtspäckchenkonvoi“ werden diese nun nach Südosteuropa geschickt.

Ziel sind ärmere Länder wie Bulgarien, Moldawien, Rumänien und die Ukraine. Dort werden die Päckchen aus ganz Deutschland dann in Waisenhäusern, Kliniken, Behinderteneinrichtungen, Kindergärten und Schulen verteilt. Das KG hat sich erstmals an der Aktion beteiligt. Die Idee dazu hatte Petra Stölzle, stellvertretende Vorsitzende des Vereins der Freunde des KG. Stölzle unterstützt den Konvoi seit dessen Anfängen.

Bei Religionslehrer Florian Theobald und Schulleiter Christian Bayer traf Stölzle auf offene Ohren. Per Brief wurden die Eltern informiert. Die Aktion wurde daraufhin im Religions- und Ethikunterricht anhand eines Filmbeitrags behandelt. Der Weihnachtspäckchenkonvoi passe gut ins Leitbild der Schule, „achtsam mit unseren Mitmenschen umzugehen und die zu unterstützen, die unserer Hilfe bedürfen“, betont Schulleiter Bayer. „Auf diese Weise lernen die Kinder, wie wichtig und bereichernd es ist, sich sozial zu engagieren.“

Schulsachen und Süßes

Unter den 300 Schülern aller Jahrgangsstufen, die vom 9. bis zum 13. November zu fleißigen Päckchenpackern wurden, waren auch Stölzles Söhne Tim (13) und Moritz (11). In den Karton legten sie neue und neuwertige Sachen, an denen sich nun gleichaltrige Kinder in ärmeren Ländern erfreuen sollen. Die Jungen packten Schulsachen wie Mäppchen und Stifte, Mützen, T-Shirts und als süße Überraschung eine Tüte Gummibärchen ein. Auch einige Lehrkräfte stellten Päckchen zusammen oder spendeten Geld für den Transport.

Von Frankenthal aus gehen die Päckchen zuerst zu einer Sammelstelle nach Karlsruhe. Von dort aus werden sie dann mit einem Lastwagen ins südhessische Hanau gebracht, wo sie Anfang Dezember die Reise nach Südosteuropa antreten.

Bundesweit 173 161 Päckchen

Der erste Weihnachtspäckchenkonvoi machte sich im Dezember 2001 auf den Weg nach Rumänien. Der Anstoß war ein Projekt des Service-Clubs Round Table: der Aufbau eines Ausbildungszentrums in einem Kinderdorf der Rudolf-Walther-Stiftung in Timisoara. Nach Angaben des Organisators, der Weihnachtspäckchenkonvoi gGmbH aus dem fränkischen Schwabach, wurden im vergangenen Jahr bundesweit exakt 173.161 Päckchen von 400 Sammelstellen aus nach Südosteuropa gebracht.