Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Interview: Florian Kaiser über die 0:9-Pokalklatsche des ASV Mörsch

ASV-Neuzugang Florian Kaiser (links), hier mit DJK-Spieler Konstantin Huber, musste im Kreispokal eine 0:9-Niederlage hinnehmen.
ASV-Neuzugang Florian Kaiser (links), hier mit DJK-Spieler Konstantin Huber, musste im Kreispokal eine 0:9-Niederlage hinnehmen.

Es gibt Niederlagen, die wehtun, aber zum richtigen Zeitpunkt kommen. Einen solchen Weckruf hat B-Klassist ASV Mörsch am Dienstag erhalten, als er im Kreispokal mit 0:9 (0:3) dem A-Klassisten DJK Schwarz-Weiss Frankenthal unterlag. ASV-Neuzugang Florian Kaiser spricht über die Partie und seinen Wechsel nach Mörsch.

Herr Kaiser, für Sie war es das erste Pflichtspiel für den ASV Mörsch, und das auch noch gegen einen Verein, für den Sie selbst schon gespielt haben. Wie froh waren Sie, dass es zu dieser Paarung gekommen ist?
Ich habe mich sehr auf das Spiel gefreut. Vor allem, weil ich am Wochenende zum dritten Mal Vater geworden bin. Dass es so ausgehen würde, hätte keiner von uns gedacht. Ich habe uns stärker eingeschätzt. Wir konnten nicht an unsere Leistung in der Vorbereitung anknüpfen, wobei uns auch drei, vier gute Spieler gefehlt haben. Da ist es dann schwierig, alles auf den Platz zu bringen, was man sich vorgenommen hat.

Ein 0:9 ist eine bittere Niederlage – was hat genau gefehlt?
Das Ergebnis ist hart. So hoch habe ich noch nie verloren. Es lag vor allem an unserem Abwehrverhalten. Das Problem waren die Umschaltbewegungen, wenn wir vorne den Ball verloren haben und zurück in die Defensive mussten. Das hat nicht gepasst. Da hat man gemerkt, dass Schwarz-Weiss eine Nummer stärker war.

Ist eine solche Niederlage auch mal ganz gut, um zu sehen, wo es hakt?
Auf jeden Fall. Wir haben noch kein Vorbereitungsspiel verloren. Von daher war es gut, dass wir jetzt im Pokal einen auf den Sack bekommen haben. Lieber jetzt als in der Meisterschaft. Wir sind eine komplett neu zusammengestellte Truppe, da greifen noch nicht alle Rädchen ineinander. Wir waren bislang auch noch in keinem Training vollzählig.

Der Pokal ist Geschichte, was ist das Ziel für die Liga?
Unser Ziel ist, dass wir einen Mittelfeldplatz ergattern. Mein persönliches Ziel ist der Aufstieg in die A-Klasse! Wenn alle da sind und wir unsere Leistung abrufen, ist für uns auf jeden Fall etwas drin in der B-Klasse.

In der vergangenen Saison haben Sie noch in der Bezirksliga gespielt, waren Dreh- und Angelpunkt beim VfR Frankenthal. Wie kam es zum Wechsel zwei Klassen tiefer?
Ich habe mich im vergangenen Jahr als Physiotherapeut selbstständig gemacht und habe innerhalb von zwei Jahren zwei Kinder bekommen. Jetzt sind es sogar drei. Ich musste den Fußball jetzt einfach ein bisschen runterfahren, das ging so nicht weiter. Ich kann kaum noch trainieren, und wenn es klappt, dann einmal die Woche. Hinzu kommt ein Spiel am Wochenende. Ich bin jetzt 33 Jahre alt, irgendwann muss man den Jungen mal die Chance geben ...

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