Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Eckbachtal: Wichtige Stütze ist wieder zurück

Am Sonntag ist er wieder zurück: Michael Betz.
Am Sonntag ist er wieder zurück: Michael Betz.

Die Hinspielniederlage gegen den TV Nieder-Olm ist im Lager der HSG Eckbachtal nicht vergessen. Mit 25:32 verlor die Mannschaft von Coach Thorsten Koch gegen den direkten Konkurrenten. Am Sonntag (11 Uhr) kommt es zum Rückspiel. Dabei kann der Trainer wieder auf eine Stütze bauen.

Drei Wochen musste HSG-Coach Thorsten Koch auf ihn verzichten. Am Sonntag wird Michael Betz nach krankheitsbedingter Pause wieder zurück im Kader der „Gekkos“ sein. Auch, wenn er dann wohl nicht mit allzu viel Spielzeit rechnen kann, freut sich Koch auf die Rückkehr seines Spielmachers.

„Michael haben wir sehr vermisst. Es ist ein anderes Spiel, wenn er dabei ist“, sagt Thorsten Koch über den 29-Jährigen. Ersetzt wurde Betz in den vergangenen Spielen von Youngster Nisse Nehrdich. Der machte seine Sache gut, doch die Variabilität dürfte mit beiden Akteuren im Team nun wieder gegeben sein.

Mit beiden soll der zweite Sieg in Folge gefeiert werden, leicht dürfte das jedoch nicht werden. Nieder-Olm habe eine gute und breit aufgestellte Mannschaft, die wenige Fehler mache, meint Betz, der konditionell noch Nachholbedarf hat. Er selbst verfolgte die letzten Begegnungen von der Tribüne aus.

Natürlich mit etwas Wehmut. „Es nervt. Das geht jedem Sportler so. Zuschauen ist natürlich die Hölle“, erklärt Betz. Wenn es – wie gegen Illtal gut laufe, sei es weniger schlimm, doch im verlorenen Derby gegen Worms sei es etwas anderes. Jedoch habe der Blick von oben auch so seine Vorteile.

So seien Fehler leichter zu erkennen, meint der 29-Jährige. „Klar kann man da was mitgeben, aber solche Fehler passieren ja situativ“, fügt der Rückraumspieler an. Er weiß um die Bedeutung der Partie gegen den direkten Konkurrenten. „Das Spiel ist sehr wichtig und wir haben etwas gutzumachen“, erinnert er an die Hinspielniederlage.

„Wir waren über das Hinspiel enttäuscht. Da haben wir wirklich eine ganz schlechte Leistung gezeigt“, sagt Koch. Wiederholen soll sich das am Sonntagvormittag nicht – auch wenn die Zeit des Anpfiffs (11 Uhr) den Gästen nicht in die Karten spielt. „Die machen das seit 20 Jahren so und ziehen sich damit den Hass der anderen Teams auf sich“, flachst Betz.

Auch, wenn er das nicht allzu ernst meinte: Ein Fünkchen Wahrheit dürfte dran sein. Die HSG hat ja keine allzu weite Anfahrt. Um 8.45 Uhr soll es für die Handballer von zu Hause losgehen. In Nieder-Olm angekommen, wird ein ausgedehnter Spaziergang folgen, um den Körper auf Touren zu bringen, erklärt Koch.

Er habe die Hoffnung, dass sein Team gut in die Partie findet und die Abwehr gut steht. „Wir wollen verhindern, dass ihr druckvolles und schnelles Spiel zur Entfaltung kommt“, macht Koch klar. Dass es offensiv gut funktionieren kann, wenn die Defensive steht, konnten die „Gekko“-Fans beim 29:21-Erfolg über die HF Illtal am vergangenen Sonntag bestaunen.

Auch da fand die HSG gut ins Spiel und ging schnell in Führung. Und auch da stand die Abwehr bis auf wenige Ausnahmen sehr gut. Die Brust der Akteure dürfte dementsprechend breit sein. Ein kleiner Vorteil für die HSG dürfte zudem das Harzverbot in der Halle des TV Nieder-Olm sein. Denn auch die Rheinhessen müssen wie die „Gekkos“ auf das Haftmittel verzichten. Umgewöhnen muss sich das Team von Koch also nicht.

„Wir hatten zuletzt sehr viele Heimspiele gehabt – also ohne Harz gespielt. Das Problem ist eher die ständige Umgewöhnung“, sagt Betz. Die fällt nun weg und die HSG könnte erneut sogenannte „Big Points“ einfahren. „Zu viel Druck darf man sich deswegen auch nicht machen“, findet Michael Betz.

Der Druck dürfte dennoch da sein, denn die Punkte aus dem Hinspiel sind bereits verloren. Weitere sollen gegen den direkten Konkurrenten nicht folgen, sodass ein Sieg zwar keine Pflicht ist, aber im Kampf gegen den Abstieg besonders wichtig wären.

x