ZUR SACHE Facharbeit der besonderen Art

Wie kreativ man mit Anregungen umgehen kann, die man auch über den Unterricht in MINT-Fächern bekommt – dafür hat Jan Eichner ein besonderes Beispiel geliefert. Der heute 17-jährige Schüler der zwölften Klasse des Karolinen-Gymnasiums hat eine kleine Maschine entwickelt, mit der man beliebige Bilder oder Schriftzüge präzise auf Eier übertragen kann.

Kugelförmige Objekte zu bedrucken, das ist eine kniffelige Angelegenheit. Ein Video auf der Internetplattform Youtube zum Thema habe ihn gleichermaßen fasziniert und herausgefordert, berichtet Eichner. „Ich dachte, so was schaffe ich auch.“ Der Schüler, damals noch in Klassenstufe elf, verknüpfte die selbst gestellte Aufgabe mit einer Facharbeit. „Ich hatte dafür zwölf Wochen Zeit.“

Die notwendige Software habe er „komplett selbst programmiert“, sagt der 17-Jährige. Die gewünschte Bildvorlage muss elektronisch erfasst werden, und dann gilt es, „das Bild umzurechnen in Druckbewegungen. Das ist kompliziert.“

Denn zwei Teile müssen in ihren Bewegungen präzise aufeinander abgestimmt werden: das in die Apparatur eingespannte Ei und der künstliche Arm, der die Druckfarbe darauf aufbringt.

Auch das Maschinengehäuse des Zeichenapparats hat der junge Entwickler selbst hergestellt: mit einem 3-D-Drucker. „Noch nicht ganz perfekt“ arbeite dieser Prototyp, urteilt Eichner. Aber er sieht Potenzial in dem Projekt. „Ich überlege, ob ich das noch verbessere und damit dann an ,Jugend forscht' teilnehme.“

Gut möglich, dass das auch ein Fingerzeig für seine später Berufslaufbahn werden könnte: „Irgendwas zwischen Maschinenbau und Informatik“ könnte sich Eichner vorstellen.