Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Clemens Diehl: Ein Torhüter für vier Gekko-Mannschaften

Sein Freiwilliges Soziales Jahr ist zu Ende: Clemens Diehl.
Sein Freiwilliges Soziales Jahr ist zu Ende: Clemens Diehl.

Fast rund um die Uhr HSG Eckbachtal hieß es im vergangenen Jahr für Clemens Diehl. Der junge Mann steht nicht nur für verschiedene „Gekko“-Mannschaften zwischen den Pfosten, sondern absolvierte bis Ende März auch einen Freiwilligendienst bei der HSG.

Beim Heimspiel gegen Spitzenreiter TV Homburg am Sonntag (17 Uhr) wird Clemens Diehl auch in der Halle sein, allerdings nur auf der Tribüne. Ansonsten hat der junge Torhüter ein spielfreies Wochenende. Das sah in dieser Saison schon ganz anders aus: „Ich habe in der Zweiten, Dritten und auch Vierten Mannschaft gespielt, wenn da Not am Mann war“, erzählt er. Teilweise bedeutete das mehrere Spiele an einem Wochenende für den jungen Mann.

Das sei schon ziemlich anstrengend gewesen, sagt er. Auch in der Oberliga kam der 20-Jährige das eine oder andere Mal in dieser Saison zum Einsatz. Die lange Fahrt nach Mülheim zum Beispiel trat der Keeper mit an, spielte stark und bekam ein Sonderlob von seinem Trainer.

Jugendtraining in Verein und Grundschule

Im vergangenen Jahr war Diehl nicht nur sportlich für die HSG Eckbachtal aktiv, er absolvierte bis Ende März dieses Jahres auch sein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Handballspielgemeinschaft. „Hauptsächlich Jugendtraining“ sei seine Aufgabe gewesen, erzählt Diehl. Nicht nur im Verein, sondern auch in angrenzenden Grundschulen war der Handballer unterwegs. Hinzu kamen organisatorische Dinge: „Ich habe zum Beispiel Zuschusslisten für das Turnier in Arnheim gesammelt.“

Nach Dänemark fuhr Clemens Diehl auch mit – allerdings als Spieler der U21-Mannschaft, die dort an den Start ging. Schon bald ist das Kapitel Eckbachtal für den 20-Jährigen wohl allerdings erst einmal zu Ende: Zum Wintersemester will er sich in Tübingen für Chemie einschreiben. Aktuell sei er auf der Suche nach einem Verein dort. Gegen den TV Homburg wird Diehl die beiden erfahrenen Torhüterkollegen Tobias Schipper und Rouven Hahn von außen beobachten: „Ich kann viel von den beiden lernen. Rouven ist explosiv und Tobi geht viel über sein Stellungsspiel“, sagt Diehl über die Keeper, zu denen er ein gutes Verhältnis hat.

Gegen Homburg braucht es einen Sahne-Tag

Und auf die eine schwere Aufgabe zukommt: 25 Siege und ein Unentschieden stehen in der Bilanz des TV Homburg, der als Tabellenführer und designierter Meister seine Visitenkarte in der Dirmsteiner Sporthalle lässt. „Das ist respektabel“, sagt HSG-Trainer Thorsten Koch. Er lobt seinen Homburger Trainerkollegen Steffen Ecker: Das starke Ergebnis spreche auch „für seine gute Arbeit. Es ist nicht ganz überraschend, dass sie Meister werden.“ Allerdings haben die Homburger vor der Saison auch einen echten Hochkaräter verpflichtet: Yves Kunkel kam vom Bundesligist MT Melsungen zurück in seine Heimat. „Ein paar Mal waren sie kurz vorm Kippeln’“, sagt Koch. Doch Kunkel habe dann besonders die engen Spiele an sich gerissen.

„Es wird ganz schwer“, weiß der Trainer. „Ich bin auch nicht so verwegen zu sagen, wir wollen ihnen die erste Niederlage zufügen. Aber wir möchten so lange wie möglich Paroli bieten und nicht unter die Räder kommen.“ Dazu brauche es allerdings einen Sahne-Tag.

Sven Lerzer wieder da

Dabei hilft der HSG möglicherweise ein Blick in die vergangene Runde. „Damals hatten wir sie fast“, erinnert sich Koch. Die Eckbachtaler lagen lange in Führung, erst in den Schlussminuten ging den „Gekkos“ bei der 25:27-Niederlage im Januar vergangenen Jahres die Puste aus. „Wir haben lange mitgehalten und hatten am Ende ein paar doofe Situationen.“ Die personelle Situation des bereits geretteten Oberligisten hat sich indes etwas entspannt: „Sven Lerzer ist wieder zurück, Timo Kluzik war arbeiten und kann auch wieder“, zählt Koch auf. Lars Zalik und Sven Dopp dagegen seien krank.

Ihr Einsatz sei ebenso unsicher wie der von Rückraumspieler Max Schreiber, der an einer Zerrung laboriert und nicht trainieren konnte. „Eine Situation wie letzte Woche, dass vier A-Jugend-Spieler aushelfen müssen, wird es aber diesmal nicht geben“, so der Coach. Im kommenden Spiel in Budenheim ist zumindest Clemens Diehl dann aber wieder eingeplant.

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