Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksligist SC Bobenheim Roxheim kämpft erneut um Klassenverbleib

Sascha Löcher ist davon überzeugt, dass er mit dem SC Bobenheim-Roxheim den Klassenverbleib schaffen kann.
Sascha Löcher ist davon überzeugt, dass er mit dem SC Bobenheim-Roxheim den Klassenverbleib schaffen kann.

Für Bezirksligist SC Bobenheim-Roxheim läuft es erneut nicht rund. Nach sieben Spieltagen steht die Elf von Neu-Trainer Sascha Löcher mit nur zwei Zählern auf dem letzten Platz der Nord-Staffel und kämpft um den Klassenverbleib. Dass es so schlecht laufen könnte, war bereits frühzeitig absehbar.

Schon die Vorbereitung inklusive Testspiele hatten dem Sportlichen Leiter Jürgen Wanger wenig gefallen. Und besser wurde es auch nicht in den ersten beiden Pflichtspielen. Dort verlor der SC im Verbandspokal mit 1:7 gegen den VfR Grünstadt, ehe eine 1:6-Pleite gegen den VfR Frankenthal im ersten Ligaspiel folgte. Zu viel für Wanger. Die Konsequenz: Spielertrainer Benjamin Montino wurde von seinen Aufgaben entbunden.

Ein neuer Übungsleiter musste her. Als Nachfolger von Montino fanden die Verantwortlichen des SC Sascha Löcher. Er war zuvor in der Jugendarbeit bei Wormatia Worms aktiv und coacht nun seit September erstmals eine Herrenmannschaft. Doch besser wurde es unter dem neuen Trainer – zumindest was die Punkteausbeute angeht – vorerst nicht.

Löchers Bilanz: Sechs Spiele, zwei Punkte

In den sechs Partien, in denen Löcher an der Seitenlinie stand, holte der SC lediglich zwei Zähler. Während sein Team im ersten Spiel gegen die FG 08 Mutterstadt noch punktete (1:1), verlor Bobenheim-Roxheim die folgenden drei Partien gegen den ESV Ludwigshafen (0:1), den LSC (0:2) und gegen den BSC Oppau mit 1:2 knapp und teilweise unglücklich.

Diese ausgeglichenen Partien entschied der SC Bobenheim-Roxheim jedoch nie zu seinen Gunsten. Im Rückblick erinnert sich der Trainer an diese Begegnungen: „Ich denke an eine Mannschaft, die sich leider nicht belohnen konnte und viele enge Spiele hatte“, sagt Löcher. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Vorbereitung im Sommer spielt da wohl noch die größte Rolle.

Nur kurze Findungsphase

„Wir hatten viele Verletzungssorgen. Ich gehe davon aus, dass wir auf so einen intensiven Spielstil, wie ich ihn spielen möchte, nicht ausreichend vorbereitet waren“, erklärt Sascha Löcher.

Aber auch die kurze Zeit der Findungsphase für den Trainer bei seinem neuen Klub machte es nicht leichter. Der Übungsleiter musste sofort Punkte holen, sich aber zeitgleich ein Bild vom Team verschaffen und seinen Schützlingen eine Idee mitgeben, wie er Fußball spielen lassen möchte.

Irre Partie gegen Seebach

Das klappte mit der Zeit immer besser. Nach den drei Pleiten holte der SC beim 3:3 gegen Rot-Weiß Seebach in einer irren Partie mit zwei Rückständen noch einen Punkt, ehe die Vorrunde nach der 1:2-Niederlage bei Tabellenführer FV Freinsheim durch die Corona-Pandemie unterbrochen wurde.

Die freie Zeit seit dem Spiel im Oktober lässt der SC-Trainer nicht ungenutzt verstreichen: „Ich glaube, ich habe nun einen Plan, den wir umsetzen können und wollen. Aber dafür müssen wir auf dem Platz auch trainieren können“, sagt Löcher. Dieser Plan sei jedoch langfristig gedacht und beinhalte viel Ballbesitz. Diese Saison werde er diese Art des Fußballs jedoch nicht auf den Platz bringen.

Ziel: Schnelles Umschaltspiel

„Kurzfristig ist das nicht das, was uns den meisten Erfolg bringen wird. Stattdessen wollen wir versuchen, den Gegner früh unter Druck zu setzen und durch frühe Balleroberungen und schnelles Umschaltspiel zu Chancen zu kommen“, erklärt der Übungsleiter seinen Plan für die noch ausstehenden Partien. Löcher würde die Vorrunde gerne auf einem der ersten fünf Plätze abschließen und so der Abstiegsrunde entgehen.

Die Chancen dazu sind noch da, denn der SC hat bewiesen, dass er auch mit den guten Teams der Liga mithalten kann. „Statt zwei könnten wir auch über neun Punkte sprechen. Und das ist jetzt nicht mal utopisch“, meint Löcher.

Löcher „zu 100 Prozent vom Klassenerhalt überzeugt“

„Ich bin zu 100 Prozent vom Klassenerhalt überzeugt. Das ist auch keine Floskel. Unsere Planung geht auch in der neuen Saison in Richtung Bezirksliga“, verrät Löcher. Denn noch stehen einige Duelle gegen Konkurrenten auf den hinteren Rängen auf dem Spielplan. Darunter zwei Partien gegen den ASV Maxdorf und jeweils ein Heimspiel gegen den ESV Ludwigshafen und den SV Weisenheim/Sand.

Seine Schützlinge bereiten sich derzeit mit individuellen Plänen auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vor. Der ist noch für den 28. Februar terminiert. Unter den Sportlern, die auch fleißig trainieren sind Nico (Knieprobleme) und Robin (Kreuzband) Wanger, die nach langen Verletzungen auf den Platz zurückkehren wollen. Ebenso ist Patrick Hintz, der bereits im Sommer zum SC wechselte, spielberechtigt. Und auch Michael Ofenloch (Alte Herren) bot seine Unterstützung an.

Neuzugänge sollen kommen und helfen

„Das sind jetzt vier Linksfüße. Das ist auch so ein Punkt, bei dem wir absolut unterbesetzt waren in der Hinserie“, freut sich Löcher auf die zusätzlichen Optionen. Aber auch externe Neuzugänge soll es geben. Namen nannte der Trainer jedoch noch keinen – der Verein sei aber in Verhandlungen. Eine Vergrößerung des Kaders kann nur hilfreich sein für den SC Bobenheim-Roxheim.

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