Fussball
A-Klassist ASV Heßheim geht mit viel Selbstbewusstsein in die Saison
Etwas sorgenvoll blickt die Konkurrenz nach Heßheim. Nicht nur Tobias Hinkel vom Klassenkonkurrenten DJK Eppstein hat registriert: „Die sind richtig marschiert in der Vorbereitung.“ 4:1 gegen den SV Horchheim, 5:1 gegen den TSV Eppstein, 12:0 gegen den SV Studernheim, 3:0 gegen den TuS Bolanden – die Heßheimer haben mit Toren nicht gegeizt.
Doch in der ersten Spielzeit nach Aufstiegstrainer Kai Schäfer wird sich für die Heßheimer somit auch einiges ändern. Sie gehen nicht mehr als Überraschungsmannschaft in die Runde. Das sieht Trainer Andreas Köhler ebenso und warnt, dass jetzt natürlich alle darauf heiß sein werden, den ASV zu schlagen. „Viele werden uns nun nicht mehr als den Aufsteiger sehen, sondern als einen Favoriten.“ Das mache die Sache nicht leichter, da sicher einige Mannschaften durch diese Blickweise ihr Spiel defensiver ausrichten würden, wenn es gegen seine Truppe gehe. Deshalb habe er in der Vorbereitung auch einen Schwerpunkt auf den Spielaufbau und das Spiel bei Ballbesitz gelegt.
Köhler redet Ambitionen des ASV nicht klein
Durch Corona seien viele Mannschaften schwer einzuschätzen, meint Köhler. Der Auftaktgegner SV Obersülzen beispielsweise, in den vergangenen Spielzeiten nicht so erfolgreich unterwegs, habe er in der Vorbereitung ebenfalls sehr stark spielen sehen. Auf Schwarz-Weiss Frankenthal müsse man ebenso achten wie auf den SV Schauernheim, glaubt Köhler. Beides sind allerdings Mannschaften, auf die der ASV in der regulären Saison noch nicht trifft.
Der neue Mann an der Seitenlinie redet die eigenen Ambitionen nicht klein. Das Erreichen der Aufstiegsrunde, also unter die ersten Vier der Nordstaffel zu kommen, nennt er das Minimalziel des ersten Teils der Saison. Mit dem Zusatz: „Wir wollen so wenige Punkte wie möglich liegen lassen.“
Wenige Gegentore in den Testspielen
Mit seiner Defensive ist der Trainer bisher sehr zufrieden gewesen. Wenige Gegentore hat sich der ASV Heßheim in den Testspielen eingefangen. Und nur eines ist aus dem Spiel heraus gefallen. Es gehe aus Sicht eines Trainer immer noch was, aber Andreas Köhler würde es auch als ein falsches Signal an die Mannschaft ansehen, wenn er jetzt äußern würde: „Ich bin nicht zufrieden.“
Die Mannschaft ist gewachsen, hat sich in der langen Pause kaum verändert. David Schinnerer, der offensive Mittelfeldspieler, ist nach Freinsheim abgewandert. „Der Abgang tut schon weh. Die Statistik lügt da nicht“, sagt Köhler. Doch dass der ASV Mario Montag von Eintracht Lambsheim an Land gezogen hat, wurde von der Konkurrenz registriert. Montag ist ein Spielertyp, der dem ASV Heßheim, auch wenn die Mannschaft schon torgefährlich war, bisher gefehlt hat. Montag fühlt sich im Strafraum wohl. Ein gefühlter Neuzugang sei Nico Brust, der zwar schon im Winter zum ASV gestoßen ist, aber aufgrund von einer Verletzung und Corona bisher kaum zum Einsatz kam. Und dann kam mit Daniel Meyer ein alter ASVler aus Oppau zurück.
Vom ersten Training an habe er gespürt, dass die Mannschaft wolle, lobt der Trainer die Einstellung. Sie habe sich enorm entwickelt, fußballerisch und vom Kopf her. Die Trainingsbeteiligung sei durchweg gut gewesen. „Die Spieler nehmen Dinge an und setzen sie um.“ Am Sonntag können sie das zum ersten Mal in einem Punktspiel zeigen.
Wechselübersicht
Abgang: David Schinnerer (FV Freinsheim)
Zugänge: Daniel Meyer (BSC Oppau), Mario Montag (Eintracht Lambsheim), Jonas Moritz (VfR Frankenthal)