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Die Rabenkrähe, ein komplett schwarzer Vogel, hat alles im Blick.
Die Rabenkrähe, ein komplett schwarzer Vogel, hat alles im Blick.

Nils erklärt: Wie sich Rabenkrähen anpassen

Aufmerksam beobachten schwarze Augen die Umgebung: In der großen Stadt muss die Rabenkrähe auf vieles achten. Dabei helfen ihr besondere Fähigkeiten.

Menschengetümmel, Asphalt, Autos, Lärm und immer wieder Abfälle: Ist das die passende Gegend für eine Krähe? Für viele andere Vögel wäre das jedenfalls kein Lebensraum. Aber einige Arten kommen hier zurecht. Zu den Kulturfolgern in der Stadt gehört die Rabenkrähe.

Von Kopf bis Fuß ist sie völlig schwarz. Blitzgescheit wirken ihre Augen. Tatsächlich zählt man sie zu den intelligentesten Vögeln. Die Rabenkrähe gehört wie Dohle, Elster, Saatkrähe, Eichelhäher und Kolkrabe zur Familie der Rabenvögel.

Krähen sind Meister im Zuschauen. Was sie interessant finden, behalten sie im Auge und merken es sich. Dabei hilft ihnen ihr gutes Gedächtnis. Forscher haben herausgefunden, dass sie aus Erfahrung lernen und gezielt in Aktion treten. Zum Beispiel verwenden sie Werkzeuge wie Stöckchen, um Futter zu erreichen.

Auch vorausschauen und planen können sie. Sie bringen Nahrung in unterschiedliche Verstecke und finden sie nach langer Zeit wieder. Nicht nur in der Natur, auch mitten in der Stadt lernen Krähen, an welchen Stellen ihre Happen sicher untergebracht sind.

Unheimlich und magisch?

Noch etwas weiß man von ihnen: Sie können sich menschliche Gesichter gut merken. Wenn eine Rabenkrähe schon mal mit jemandem zu tun hatte, erkennt sie sofort, ob sie einen Freund oder eine Gefahr vor sich hat. Doch so nah diese Vögel bei den Menschen leben, besonders beliebt sind sie nicht. Viele Leute finden sie sogar unheimlich.

Sicher liegt das auch am Federkleid: Schwarz wird oft mit Gefahr, Unglück oder Tod verbunden. Dazu kommen die krächzenden Laute. „Krah, krah“ ruft die Krähe und von diesem Ruf hat sie ihren Namen. Auch andere Sprachen nennen sie nach dem rauen Klang ihrer Stimme, zum Beispiel heißen sie im Englischen „crow“.

Im Mittelalter hat man Krähen und Raben als Begleiter angeblicher Hexen gesehen. Man glaubte, die schwarzen Vögel hätten magische Kräfte. Oft wurden die „Hexenvögel“ auf Schlachtfeldern und Richtplätzen gesehen, wo sie an toten Körpern fraßen. So dachte man, sie seien Boten des Todes.

Aber was erspäht die Rabenkrähe auf unserem Foto? Der Vogel weiß sehr gut, dass Menschen manchmal etwas Essbares fallen lassen. Außerdem kennt er die Stellen, wo das öfter passiert, zum Beispiel an Imbissbuden und auf Parkplätzen. Lange suchen muss die Krähe dort bestimmt nicht.

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