Unternehmen RHEINPFALZ Plus Artikel Zu Lasten Ludwigshafens: BASF baut Stellen in Indien auf

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Der Chemiekonzern BASF will bis Ende März einen Digital Hub in Hyderabad in Indien eröffnen. Perspektivisch bedeutet das Stellenstreichungen am Heimatstandort Ludwigshafen.

Digital Hubs sind Zentren, aus denen standardisierte digitale Services in großem Umfang an die BASF-Geschäfte weltweit geliefert werden – zum Beispiel SAP- und KI-Anwendungen für alle Geschäftsbereiche des Chemiekonzerns.

Der BASF-Bereich Global Digital Services verfolgt den Konzernangaben von Mittwoch zufolge das Ziel, auch mit geplanten Standardisierungen seine Service-Belegschaft bis 2030 weltweit deutlich zu reduzieren.

Mehrere Digital-Services-Standorte der BASF werden geschlossen

„Dies betrifft auch Stellen in Ludwigshafen. Ferner ist geplant, die Anzahl der Standorte zu verringern, an denen Mitarbeitende von Global Digital Services beschäftigt sind“, teilte die BASF mit. Alle Schritte würden, so das Unternehmen, „sozialverträglich und unter Einhaltung der bestehenden Mitbestimmungsrechte umgesetzt“. Konkrete Zahlen nannte die BASF auch auf Nachfrage nicht.

Nach RHEINPFALZ-Informationen wird mit der Streichung von weltweit rund 1000 Stellen im digitalen Service bis zum Jahr 2030 gerechnet, ein großer Teil davon könnte dabei in Ludwigshafen wegfallen. Sie sind nicht Teil der schon zuvor verkündeten Sparprogramme.

Digital-Solutions-Standorte Schwarzheide und Lemförde betroffen?

Rund 100 Beschäftigte der BASF-Gruppengesellschaft BASF Digital Solutions GmbH könnten von einer Schließung der Digital-Solutions-Standorte Schwarzheide und Lemförde zum Jahresende betroffen sein. Insgesamt beschäftigt die BASF Digital Solutions GmbH rund 1785 Mitarbeiter (BASF-Angaben Stand Mai 2025).

2,4 Milliarden Euro BASF-Umsatz in Indien

Mit dem Hub in Indien möchte der Chemiekonzern sein globales Netzwerk solcher Hubs in Europa (Ludwigshafen und Madrid) und im asiatisch-pazifischen Raum (Kuala Lumpur) stärken. Der Digital Hub in Hyderabad bündele Kompetenzen an einem kostengünstigen Standort, betont die BASF, und ermögliche es, Services „schneller und effizienter“ bereitzustellen. Damit will die BASF ihre globale digitale Aufstellung untermauern. „Mit diesem nächsten Schritt zur Optimierung der BASF Service Organisation sichern wir uns digitale Services zu wettbewerbsfähigen Konditionen“, sagt Dirk Elvermann, BASF-Finanzvorstand und Chief Digital Officer.

Die BASF erzielte 2024 in Indien rund 2,4 Milliarden Euro Umsatz – weltweit betrug der Umsatz des Chemiekonzerns 65,3 Milliarden Euro im Jahr 2024. Von etwa 112.000 BASF-Beschäftigten weltweit arbeiteten im Jahr 2024 gut 2400 in Indien – an acht Produktionsstandorten und in 42 Niederlassungen.

Hier lesen Sie einen Beitrag zum BASF-Ergebnis für das Geschäftsjahr 2025.

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