Wirtschaft Zalando: Verlust aufgrund hoher Investitionen

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«Berlin». Hohe Investitionen und ein später Frühlingsstart haben Europas größtem Online-Modehändler Zalando einen trüben Jahresauftakt beschert.

Steigende Ausgaben für Logistikzentren, Rabatte und der Start ins Kosmetikgeschäft sorgten im ersten Quartal für einen Verlust von 15 Millionen Euro. In derselben Vorjahreszeit hatte ein Gewinn von rund 5 Millionen Euro zu Buche gestanden. „Die Investitionen waren nötig, um das Wachstum hoch zu halten. Und Wachstum ist für Zalando wichtiger als Profitabilität“, sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter gestern in Berlin. Der Umsatz kletterte im Auftaktquartal um 22 Prozent auf fast 1,2 Milliarden Euro. Ritter geht weiter davon aus, den Erlös im Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr zwischen 20 und 25 Prozent zu steigern. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) soll zwischen 220 und 270 Millionen Euro liegen. Im ersten Quartal betrug das Betriebsergebnis lediglich 400.000 Euro. Das 2008 gegründete Berliner Unternehmen hat fast 15.500 Mitarbeiter. Zufrieden zeigte sich Ritter mit dem Start ins Kosmetikgeschäft im März. Zalando will dabei zur führenden Onlineplattform für Kosmetika werden. Bisher würden die Produkte im Vergleich zu Mode relativ selten online verkauft. Noch konzentriert sich Zalando in dem Bereich auf weibliche Kunden in Deutschland. Um im Wettbewerb mit den britischen Konkurrenten Asos und Boohoo zu bestehen, die einen besonders jungen Kundenstamm haben, bot Zalando zuletzt verstärkt günstigere Marken an. Das habe die Bestellungen in die Höhe getrieben, aber den Wert des durchschnittlichen Warenkorbes gesenkt, so Ritter. Boohoo hatte den Umsatz 2017 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Asos kam im Geschäftshalbjahr (Ende Februar) auf ein Erlösplus von 27 Prozent.

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