Versicherungs-Tipp RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Drohnen ohne Haftpflicht schnell teuer werden können

Wer privat eine Drohne steuert, braucht zwingend einen guten Versicherungsschutz.
Wer privat eine Drohne steuert, braucht zwingend einen guten Versicherungsschutz.

Drohnen sind beliebt – doch ein Absturz kann teuer werden. Wer fliegt, haftet. Deshalb ist eine Versicherung Pflicht.

Drohnen liefern spektakuläre Bilder, können im Ernstfall aber teuer werden. Stürzt ein Copter ab und beschädigt ein Auto oder verletzt jemanden, haftet der Halter. Und zwar unabhängig davon, ob ihn ein Verschulden trifft. Für Drohnen, die im Freien betrieben werden, ist deshalb eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin. Wer ein Gerät bedient, sollte seinen Versicherungsschutz prüfen, denn nicht jede private Haftpflichtversicherung schließt Drohnen automatisch ein.

Manche Policen decken kleinere Modelle ab, häufig gibt es jedoch Einschränkungen etwa beim Gewicht. Fehlt dieser Schutz, besteht im Schadensfall ein erhebliches finanzielles Risiko – vor allem dann, wenn Personen zu Schaden kommen. Schäden in vier- oder gar fünfstelliger Höhe sind keine Seltenheit. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig abzusichern und im Zweifel eine schriftliche Bestätigung des Versicherers einzuholen.

Vergleichsweise geringe Beiträge

Nach einem Test der Stiftung Warentest (Finanzen 3/2025) ist das Angebot an passenden Policen groß. Viele Tarife bieten ein hohes Leistungsniveau, Unterschiede zeigen sich vor allem beim Preis. Gute Haftpflichtlösungen sind demnach bereits für vergleichsweise geringe Beiträge zu haben. Wer noch keinen ausreichenden Schutz hat, kann zwischen mehreren Wegen wählen: den bestehenden Vertrag erweitern, in einen Tarif mit Drohnenschutz wechseln oder eine spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherung abschließen. Letztere kann vor allem bei größeren Geräten oder bei einer Nutzung über private Zwecke hinaus sinnvoll sein.

Wichtig ist zudem die Höhe der Deckungssumme. Experten empfehlen mindestens zehn Millionen Euro für Personen- und Sachschäden, um im Ernstfall ausreichend abgesichert zu sein. Einige Tarife sehen zudem einen Selbstbehalt vor.

Geltende Regeln beachten

Wer nicht nur Schäden gegenüber Dritten absichern möchte, kann zusätzlich eine Kaskoversicherung für die eigene Drohne abschließen. Diese übernimmt etwa Reparaturen nach einem Absturz oder ersetzt das Gerät bei Diebstahl oder Transportschäden.

Neben dem Versicherungsschutz müssen Drohnenpiloten auch die geltenden Regeln beachten. So ist es beispielsweise nicht erlaubt, Personen ohne deren Einwilligung zu filmen. Verstöße können nicht nur Bußgelder nach sich ziehen, sondern unter Umständen auch den Versicherungsschutz gefährden. Wer sicher fliegen will, sollte sich deshalb nicht nur technisch, sondern auch rechtlich gut vorbereiten.

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