Berlin Trotz Lockerungen sollten Urlauber weiter vorsichtig sein

Urlauber, die nach Griechenland reisen wollen – im Bild der Flughafen in Heraklion auf Kreta –, müssen sich mindestens 48 Stunde
Urlauber, die nach Griechenland reisen wollen – im Bild der Flughafen in Heraklion auf Kreta –, müssen sich mindestens 48 Stunden vor Ankunft elektronisch anmelden.

Einige Bundesländer sind schon in den Sommerferien, andere folgen in den nächsten Tagen und Wochen. In der Corona-Pandemie nimmt die Zahl möglicher Reiseziele in Europa wieder zu. Doch Urlauber sollten weiterhin vorsichtig sein.

Bis Ende August hatte das Auswärtige Amt (AA) seine weltweite Reisewarnung verlängert, für den Großteil der europäischen Länder die verhängten Reisewarnungen aber wieder aufgehoben. Vor Reisen nach Schweden, Norwegen und Finnland etwa wird derzeit noch offiziell gewarnt, von Reisen nach beispielsweise Großbritannien abgeraten. Dies ist die aktuelle Lage in einigen ausgewählten Ländern.

Dänemark: Deutsche Touristen dürfen einreisen, müssen aber sechs Übernachtungen im Land gebucht haben. Ausnahmen davon gelten etwa für Deutsche, die ein dänisches Sommerhaus besitzen, ihre Partner im Land besuchen wollen oder Einwohner Schleswig-Holsteins sind. Restaurants, Cafés und Geschäfte sind wieder offen, eine Maskenpflicht besteht nicht.

Frankreich: Eine Quarantäne oder spezielle Unterlagen sind nicht notwendig. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt Maskenpflicht. Läden und andere Einrichtungen entscheiden selbst, ob eine Maske getragen werden muss. In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten wieder geöffnet – Tickets müssen meist vorher online gebucht werden. Die Strände sind wieder geöffnet.

Griechenland: Reisende müssen sich mindestens 48 Stunden vor Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus errechnet dann, ob und welche Reisende nach der Ankunft einen Corona-Test machen müssen. Positiv Getestete müssen 14 Tage in Isolier-Unterkünfte in Hotels gehen. Die Kosten übernimmt Griechenland. Maskenpflicht gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln und Krankenhäusern.

Italien: Reisende aus der EU oder aus dem Schengenraum dürfen ohne Beschränkungen nach Italien einreisen. Sie müssen – anders als Besucher aus Nicht-EU-Ländern – auch nicht in Quarantäne. Innerhalb des Landes darf man sich ungehindert fortbewegen. In Geschäften, in Zügen oder in anderen geschlossenen Räumen gilt Maskenpflicht. An Stränden müssen Distanzregeln eingehalten werden.

Österreich: In den meisten Urlaubsregionen Österreichs gibt es kaum mehr coronabedingte Beschränkungen. Auf Mindestabstand nicht zuletzt beim Baden und Wandern muss aber geachtet werden. In einigen Orten Kärntens gilt von Freitag an abends eine Maskenpflicht. Einziges Bundesland mit genereller Maskenpflicht im öffentlichen Raum ist Oberösterreich.

Türkei: Für die Türkei als Nicht-EU-Staat gilt die Reisewarnung des AA bis zum 31. August. Das Land hofft, dass diese bald aufgehoben wird. Das Land wird aber als Corona-Risikogebiet eingestuft, die Aufhebung der Reisewarnung ist damit unwahrscheinlich. In der Türkei gibt es keine Quarantänepflicht mehr. Am Flughafen wird aber die Temperatur gemessen. Bei Symptomen kann ein Corona-Test durchgeführt werden – das türkische Gesundheitsministerium entscheidet dann über das weitere Vorgehen. An den Stränden gilt ein Sicherheitsabstand, am Pool gibt es nur abgepackte Handtücher, in Flughäfen und Hotels werden Wärmebildkameras eingesetzt.

Zypern: Wer nach Zypern reist, muss sich vor dem Antritt elektronisch anmelden. Wird ein Mensch positiv getestet, muss er 14 Tage lang in eigens eingerichtete Isolier-Unterkünfte in Hotels. Die Kosten übernimmt Zypern. Eine Maskenpflicht gilt für alle öffentlichen Verkehrsmittel und Krankenhäuser.