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Trotz Freude über Mega-Auftrag: KSB wächst nicht mehr so stark
Der Betriebsgewinn (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Ebit) ist zu Jahresbeginn mit 39,8 Millionen Euro niedriger ausgefallen als im ersten Quartal 2025 (45,5 Millionen Euro).
„Die aus 2025 bekannten Rahmenbedingungen einer schwachen Weltkonjunktur werden nunmehr durch den Iran-Krieg und seine vielfältigen Einflüsse auf die globale Wirtschaft erweitert“, sagt Stephan Timmermann, der Sprecher der KSB-Geschäftsleitung. „In der Summe ergibt sich ein erneut sehr herausforderndes Umfeld.“ KSB habe jedoch viele schwierige Jahre seit der Corona-Pandemie erfolgreich gemeistert, daher sei er weiter zuversichtlich mit Blick auf die gesteckten Ziele.
Im März Rekordauftrag verbucht
Groß ist die Freude bei den Frankenthalern über den im März verzeichneten Großauftrag im Wert von mehr als 150 Millionen Euro für die Energiesparte von KSB. Sie soll in den kommenden Jahren acht Hauptkühlmittelpumpen für ein Kernkraftwerk in Osteuropa produzieren und ausliefern. Gefertigt werden die tonnenschweren Pumpen, von denen jede eine Antriebsleistung von 8 Megawatt hat, im Frankenthaler Stammwerk. Die Lieferung der Großpumpen und die damit verbundenen Tests sind der größte Einzelauftrag, den KSB jemals verbucht hat.
In den vergangenen Jahren ist KSB von Rekord zu Rekord geeilt. Der Umsatz des SDax-Konzerns lag 2025 mit 3,035 Milliarden Euro erstmals über der 3-Milliarden-Marke (2021: 2,343 Mrd. Euro). Von 2021 bis 2025 hat das Unternehmen, das mehr als 70 Millionen Euro in eine neue Eta-Pumpenfertigung in Frankenthal investiert, die weltweite Anzahl seiner Mitarbeiter von 15.412 auf 16.838 gesteigert. In Deutschland wuchs die Anzahl der KSB-Beschäftigten in diesen vier Jahren von 4766 auf 5049.
Schwacher Dollar belastet
Im ersten Quartal 2026 steigerte KSB dank des Pumpen-Großauftrags aus Osteuropa den Auftragseingang gegenüber dem ersten Vorjahresquartal um 15,2 Prozent auf 1,012 Milliarden Euro. Der Umsatz des Konzerns wuchs in den ersten drei Monaten 2026 indes nur geringfügig um 0,4 Prozent auf 712 Millionen Euro. Auch hier war das Segment Pumpen der Wachstumstreiber.
Zu schaffen machen KSB wie vielen anderen deutschen und europäischen Unternehmen die für sie negativen Währungseffekte wie vor allem die Schwäche des US-Dollar im Vergleich zum Euro. Die Aufträge in vielen Weltregionen werden lokal in US-Dollar abgerechnet, im Konzernabschluss aber in Euro angegeben. Für einen Dollar bekommt man aktuell nur noch rund 0,85 Euro. Vor drei Jahren bekam man noch deutlich mehr als 90 Euro-Cent für einen Dollar.